Bürgermeisterwahl in Heimsheim Auch Erkrankte können wählen

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Viele Heimsheimer werden am Sonntag ihre Stimme in die Urne im Wahllokal werfen. Für plötzlich Erkrankte gibt es eine Ausnahmeregel. Foto: dpa/Bodo Schackow

Heimsheim - Für die Bürgermeisterwahl in Heimsheim am Sonntag haben viele Menschen ihre Stimme schon per Briefwahl im Voraus abgegeben. Andere möchten die Gelegenheit nutzen, am Sonntag direkt ins Wahllokal in der Stadthalle (Förichstraße 11) zu gehen. Aber was passiert eigentlich, wenn man wählen möchte, aber kurzfristig erkrankt? Vor nicht mal zwei Jahren wäre man mit einem plötzlichen Husten einfach trotzdem hingegangen. In Coronazeiten sieht das ganz anders aus. Doch auch diese Menschen erhalten die Möglichkeit, ihre Stimme kurzfristig noch abzugeben.

Die allgemeine Frist für einen Antrag auf Briefwahl endete bereits am Freitagabend. Aber es gibt eine Ausnahme: Wer plötzlich erkrankt, kann sich am Samstag vor der Wahl, also heute, zwischen 10 und 12 Uhr an die Nummer 0 70 33 / 53 57 27 wenden. Gleiches gilt am Sonntag, wenn die Symptome erst später auftreten. Dann ist sogar noch am Wahltag bis um 15 Uhr ein Antrag auf Briefwahl möglich.

Eine Vollmacht ist nötig

Für die Abholung der Unterlagen kann der Erkrankte einem anderen eine Vollmacht erteilen. Dafür reicht eine schriftliche Bestätigung. Der Bevollmächtigte muss außerdem den Ausweis des Erkrankten vorzeigen. Die Wahlbriefe müssen bis spätestens am Sonntag um 18 Uhr im Rathaus eingehen, sollten also am besten persönlich in den Briefkasten des Rathauses, Schlosshof 5, eingeworfen werden.

Das Zeitfenster am Samstag für Wahlscheinanträge gilt übrigens auch für Menschen, die glaubhaft und schriftlich versichern, dass sie bis dahin noch keine Wahlunterlagen erhalten haben. Sie können die Unterlagen dann im Rathaus abholen. Am Sonntag gilt nur noch eine plötzliche Erkrankung als Begründung.

Die Auszählung der Stimmen erfolgt am Sonntag nach Wahlschluss in der Heimsheimer Stadthalle. Dort wird am selben Abend auch das Wahlergebnis verkündet. Zuschauer sind zugelassen, aufgrund der Coronapandemie ist das Platzkontingent allerdings begrenzt, eine vorherige Anmeldung ist nicht möglich.

Drei Kandidaten stehen zur Wahl

Zur Wahl haben sich der amtierende Bürgermeister Jürgen Troll (56) gestellt sowie die 32-jährige Nastassia Di Mauro aus Marxzell, die Fachbereichsleiterin Bürgerservice und Zentrale Dienste (Hauptamt) im dortigen Rathaus, und der umstrittene Dauerkandidat Samuel Speitelsbach. Jürgen Troll hat 2013 die Nachfolge von Uwe Rupp angetreten. Der Amtsinhaber Rupp war damals ebenfalls wieder angetreten. Trotzdem entschied der Weissacher Jürgen Troll die Wahl mit knapp 60 Prozent der Stimmen für sich, Uwe Rupp bekam nur knapp 38 Prozent. Während seiner Amtszeit hat Jürgen Troll unter anderem die brachgelegene Stadtkernentwicklung vorangebracht, während seiner Amtszeit erhielt die Stadt außerdem die Chance, das Schleglerschloss zu erwerben. In den Augen von Nastassia Di Mauro ist in Heimsheim trotzdem noch viel Luft nach oben, sie will vor allem die Zusammenarbeit zwischen Rathaus, Bürgern und Gemeinderäten verbessern.

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