Schlossberg wird saniert Baustelle irritiert Hotelgäste und Sportler

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Die Bauarbeiten in der Straße „Am Schlossberg“ sind voll im Gange. Foto: factum/Granville

Leonberg - Seit dem Ende der großen Schulferien sind die Sanierungsarbeiten in der Straße „Am Schlossberg“ in vollem Gange. Da für diese Arbeiten eine Vollsperrung bis voraussichtlich 15. Dezember erforderlich ist, müssen Autofahrer vom Leonberger Haldengebiet aus Umwege in Kauf nehmen.

Dies hat vor allem bei Fußballteams, die beim TSV Höfingen antreten wollten, zu einigen Irritationen geführt. „Sowohl die Promikicker um Roland Mall als auch der TSV Merklingen und der FV Löchgau II, die in den vergangenen beiden Wochen hier gespielt haben, sind zu spät gekommen, weil bei der Anfahrt von Leonberg stand, dass die Zufahrt nach Höfingen gesperrt ist. Es hat der Hinweis gefehlt, dass man bis zum Sportgelände im Höfinger Täle fahren kann“, erzählt Uli Hoppe, der Erste Vorsitzende des TSV Höfingen. Ein Team habe den Umweg über Ditzingen genommen und sei dann in Höfingen an der Sperrung gestanden und habe völlig entnervt angerufen und nach dem Weg gefragt. Inzwischen habe die Stadt jedoch ein zusätzliches Schild angebracht, dass man bis zu den Sportanlagen des TSV freie Zufahrt habe.

Pächter haben Umsatzeinbußen

Sehr unglücklich mit der derzeitigen Situation seien jedoch die Pächter der Gastronomiewelt Glemstal: „Sie haben in den vergangenen Wochen Umsatzeinbußen von 50 Prozent gehabt, so etwas kann tödlich sein“, erzählt Hoppe. Der Verein mache sich große Sorgen um die Pächter, weil im kommenden Jahr durch die Sanierung der Strohgäustraße eine ähnliche Situation entstehen dürfte. Man sei den Pächtern entgegengekommen, die in dieser Woche wegen ohnehin anstehender Renovierungsarbeiten nur drei Tage die Woche geöffnet hätten. Zudem unterstützte der TSV eine „Baustellen-Rabattaktion“ ab 1. Oktober.

Probleme hat die Umleitung auch Kay Philipp vom Schlosshotel Höfingen gebracht: „Ich war über die Planungen überhaupt nicht informiert“, bemängelt er. Sein Hotel sei kurzfristig nicht erreichbar gewesen, da die Straße vor dem Parkplatz aufgerissen gewesen sei. Dies sei inzwischen zwar wieder behoben, doch nach dem Ende der Bauarbeiten sei der Parkplatz von der Straße aus nicht mehr zu erreichen. „Da muss ich voraussichtlich noch mit Nachbarn über einen Zugang über deren Abstellplätze verhandeln“, erklärt er.

Generell seien viele seiner Gäste, die von der Leonberger Seite her anfahren, von der Umleitung genervt. „Das hat Einfluss auf neue Buchungen, da dies negativ in den Bewertungen auf Internetportalen vermerkt wird“, erklärt Kay Philipp, der mit provisorischen Schildern die Zufahrt zu seinem Parkplatz gekennzeichnet hat. Undine Thiel, die Pressesprecherin der Stadt, bedauert die Unannehmlichkeiten des Hoteliers und hat zugesagt, seine Belange beim wöchentlichen Baustellen-„Jour fixe“ zu berücksichtigen.

Hochbordsteine an zwei Bushaltestellen

Im Übrigen gebe es von den Anwohnern jedoch sehr positive Rückmeldungen, führt Thiel weiter aus. „Sie wissen, wie dringend die Bauarbeiten sind, und sie sind angetan, wie flott alles läuft“, sagt sie. Mit den Arbeiten liege man auch absolut im Zeitplan. Damit die Straße nicht ein zweites Mal aufgerissen werden müsse, verlege die Netze BW nun auch schon neue Stromkabel. Darüber hinaus würden an den Bushaltestellen „Am Schlossberg“ und „Rathaus Höfingen“ 18 Zentimeter hohe Hochbordsteine errichtet, damit Fahrgäste barrierefrei in den Bus einsteigen könnten.

Die Sanierung der Straße „Am Schlossberg“ wird von der Firma Eurovia Teerbau aus Renningen durchgeführt, die auch schon die Grabenstraße saniert hatte. Die Kosten dafür belaufen sich auf rund 985 000 Euro. Die Zufahrt zur Rathaustiefgarage ist weiterhin möglich.

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