LKZ-Sommergespräche Wie macht sich der neue OB

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Sind Sie zufrieden mit Martin Kaufmann?

Weiß: Er hat tatsächlich den versprochenen frischen Wind ins Rathaus gebracht. Im Gemeinderat ist es erstaunlich, wie er versucht, alle Meinungen zu integrieren, um gute Beschlüsse zu erzielen.

Pfitzenmaier: Er will ein Stück weit weg von einer Konfrontation zwischen Rat und Verwaltung, bei der es nur einen Sieger ­geben kann. Das ist für viele gewöhnungsbedürftig. Ich persönlich bin froh, denn so können wir mehr erreichen.

In seinem Umfeld gibt es personelle Änderungen, die auch kritisch gesehen werden.

Weiß: Die betreffenden Positionen waren vom früheren OB besetzt worden. Es ist nachvollziehbar, dass ein neuer Chef sich seine engsten Mitarbeiter selbst aussucht. Gerade hier muss die Chemie stimmen.

Pfitzenmaier: Auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter müssen lernen, mit dem anderen Führungsstil umzugehen, der mehr Eigenverantwortung einfordert.

In den vergangenen Woche ist verstärkt über das medizinische Profil des Leonberger Krankenhauses diskutiert worden.

Pfitzenmaier: Wir müssen mit der Fehlentscheidung Flugfeldklinik leben. Das bezieht sich nicht nur auf die Dimension, sondern auch auf den Standort. Mit drei gut aufgestellten kleineren Kliniken in Böblingen, Leonberg und Herrenberg hätten wir ein gutes Angebot in der Fläche. Für die ganz schwierigen Fälle gehen die Patienten ohnehin nach Stuttgart oder Tübingen. Daran wird die Flugfeldklinik nichts ändern.

Die Geschäftsführung des Klinikverbundes preist einen Campus für Leonberg an.

Weiß: Der Campus darf nicht zu einem ­Ersatzkrankenhaus werden. Wir siedeln einen Campus mit Praxen und medizinischen Dienstleistern eher zentrumsnäher an, etwa in der Römergalerie.

Pfitzenmaier: Wir werden dafür kämpfen, eine medizinisch hohe Qualität so lange wie möglich in Leonberg zu halten.

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