Rutesheim Kaffee, Schokolade und Helene Fischer

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Angela Huber (links) und Susanne Widmaier (rechts) begrüßen Tamara Rumpelt als Rektorin der Realschule Rutesheim Foto: factum/Granville

Rutesheim - Was hilft einer neuen Rektorin über den manchmal stressigen Schulalltag? Das aufmerksame Lehrerkollegium hat es herausgefunden. Es sind drei Genüsse: Kaffee, Schokolade und Musik von Helene Fischer. Das haben die Kollegen nun bei der offiziellen Amtseinsetzung von Tamara Rumpelt als Leiterin der Realschule Rutesheim verraten und ihr gleichzeitig einen Adventskalender mit all diesen guten Sachen geschenkt.

Humor ist ja bekanntlich, wenn man trotzdem lacht. Und lachen können die Lehrerinnen und Lehrer der Realschule seit einem Jahr wieder – wie das Kollegium in seinem Programmbeitrag „Die Erlösung des verwunschenen Schlosses“ deutlich gemacht hat. Denn wie in einem Märchen üblich, befürchteten alle, dass über dem „Königreich Realschule“ im Gegensatz zu den beiden benachbarten „Reichen“ Gymnasium sowie Grund- und Werkrealschule, ein Fluch liegt. Seit 2010 haben nicht weniger als fünf Namensschilder an der Tür des Rektorats geprangt.

Als „bösen Zauberer“ haben die Pädagogen die Schulpolitik des Landes ausgemacht, die in den vergangenen Jahren viel Unruhe in die Schullandschaft gebracht habe und die Realschulen oft nicht gut dastehen ließ. Das habe so manchen „König“ und so manche „Königin“ flüchten lassen. Doch nun sei mit Tamara Rumpelt, die 2017 als kommissarische Schulleiterin antrat und nun auch ganz offiziell als hauptamtliche Rektorin eingesetzet wurde und das verwunschene Königreich übernommen hat, der „Fluch“ wohl aufgehoben.

„Zusammen noch nicht im Pensionsalter“

„Die Realschule Rutesheim ist jetzt bestens aufgestellt“, sagte Angela Huber vom Staatlichen Schulamt Böblingen in ihrer Ansprache in der Aula der Schulmensa anlässlich der offiziellen Amtseinführung von Tamara Rumpelt. Der neuen Schulleiterin stehe nun mit Miriam Hieber auch eine neue Konrektorin zur Seite, was Hoffnung auf Kontinuität mache. „Wir haben, unser beider Alter zusammengerechnet, noch nicht das Pensionsalter erreicht“, meinte die Konrektorin. Tamara Rumpelt sei aufgefallen, dass sie „pädagogisch anspruchsvolle Klassen“ (die offizielle Bezeichnung für Siebtklässler in der Pubertät) übernommen habe, sagte Huber. Das sowohl nach Ende ihres Studiums (Mathematik, Erdkunde, katholische Religion) im Jahr 2010 in der Jerg-Ratgeb-Realschule Herrenberg oder ab 2015 als stellvertretende Schulleiterin an der Realschule am Goldberg.

Voller Lob zeigte sich die Leiterin des Schulamtes auch dafür, dass 2017, als der Rektorenposten in Rutesheim kommissarisch zu besetzen war, sich Tamara Rumpelt keine lange Bedenkzeit ausbedungen hatte. Erfolgreich habe sie mit Kompetenz und in guter Zusammenarbeit mit dem Kollegium und den Eltern das Schiff Schule an allen Klippen vorbeigeführt. Erfreut über die Entscheidung, die Rektorenstelle nun endgültig mit Tamara Rumpelt zu besetzen, zeigte sich auch die Bürgermeisterin Susanne Widmaier. „Das ist die richtige Frau am richtigen Ort.“

Grußworte sprachen die katholische Schuldekanin Christine Werner, Jürgen Schwarz, der Leiter des Gymnasiums als geschäftsführender Schulleiter sowie der Elternbeiratsvorsitzende Sven-Uwe Heller. Der Lehrerchor, die Cheerleader-AG, die Schülermitverantwortung, Angela Rath am Klavier sowie die Schulband bereiteten der neuen Schulleiterin ein rhythmisch fulminantes Willkommen. Diese versprach, getreu ihrem Leitsatz „Keine Bildung ohne Bindung“, die Schule zu einem wohltuenden Lebensraum für alle zu gestalten .

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