Bilanz des Strohländle Eine neue Rekordsumme für den guten Zweck

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Leonberg - Es ist eine gute Tradition, dass die Macher des Strohländle um den Cheforganisator Johannes Leichtle darauf achten, dass das Sommer-Event am Engelbergturm auch immer etwas für einen guten Zweck abwirft. Bei der ­sechsten Auflage in diesem Jahr haben sich die Strohländle-Organisatoren allerdings selbst übertroffen und dem Hospiz in Leonberg die Rekordsumme von 10 000 Euro zur Verfügung gestellt. „Im vergangenen Jahr haben wir 5000 Euro zusammenbekommen, der Rekord bisher lag bei 7000 Euro“, erklärt Johannes Leichtle.

Mit 5100 Euro kam mehr als die Hälfte der Summe durch nicht wieder eingelöste Pfandchips zustande. Diese wurden ausgegeben, wenn Besucher ein Glas für ihr Getränk beziehungsweise Besteck für ein Essen bekamen. Zum zweiten Mal nach 2016 bot das Organisationsteam den Gästen an, sich das Geld für ihre Pfandchips nicht wieder zurückgeben zu lassen, sondern diese in eine Spendenbox zu werfen. „Das haben wir in diesem Jahr besser präsentiert“, freut sich Johannes Leichtle. Insbesondere an den Highlight-Tagen am Wochenende habe das Personal die Besucher gezielt darauf hingewiesen, dass sie ihre Pfandmarke auch für einen guten Zweck spenden können. „Wir sind von der Spendenbereitschaft so vieler Menschen schlichtweg überwältigt“, meint Johannes Leichtle.

Kofferversteigerung bringt mehr als 2000 Euro

Zum zweiten Mal hat auch die BW-Bank Extend die Aktion „Dein Pfand fürs Hospiz“ unterstützt und pro Pfandchip 50 Cent dazu gegeben. Bei 5100 Chips ergab sich so die Summe von 2550 Euro, die von der BW-Bank hinzukamen.

Weitere 2085 Euro steuerte die Kofferversteigerung bei, die in diesem Jahr beim Leonberger Strohländle ihre Premiere feierte. „Das ist eine stolze Summe, die sich daraus erklärt, dass sehr viele Menschen mitgemacht und großzügige Gebote abgegeben haben“, sagt Johannes Leichtle erfreut. Insgesamt kamen so 9735 Euro zusammen, die das Strohländle-Team am Ende auf die runde Summe von 10 000 Euro aufgerundet hat.

Schon früher dem Hospiz geholfen

Dass die Spendensumme deutlich über dem Betrag der Vorjahre liegt, hat nichts mit der Besucherzahl der Open-Air-Veranstaltung zu tun. Diese bewegt sich in etwa auf dem Niveau der Vorjahre – obwohl das Strohländle in diesem Jahr eine Woche kürzer war. Allerdings spielte in diesem Jahr das Wetter nicht so mit: Während es 2016 in fünf Wochen nur zwei Regentage gegeben hatte, waren es in diesem Jahr in vier Wochen sechs nasse Tage.

Johannes Leichtle bedankt sich insbesondere bei der BW-Bank für ihre Unterstützung. „Sie ist seit Beginn des Strohländle dabei und unterstützt dort, wo Bürger unmittelbar davon profitieren“, erklärt er. Dass man dem Leonberger Hospiz die ­runde Summe von 10 000 Euro übergeben konnte, zeige, dass es möglich sei, das Schöne mit dem Guten zu verbinden. Das Hospiz hat bereits früher von der Spendenbereitschaft der Strohländle-Macher profitiert: So konnte bereits ein Patientenlift dank Spendengeldern eingebaut werden. Claudia Berner, Öffentlichkeitsreferentin des Hospiz, ist dankbar dafür: „Wir müssen fünf Prozent unseres Budgets mit Spenden und Mitgliedsbeiträgen abdecken“, sagt sie.

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