Tag des offenen Denkmals Zwischen Dampflok und Storchenturm

Von Kathrin Klette
Der Feurige Elias fährt von Korntal nach Weissach und zurück. Foto: Simon Granville

Keine Lust auf laute Partymusik oder dröhnende Motorräder? Abseits der zahlreichen Festwochenenden gibt es auch für Liebhaber von Geschichte und Kultur zahlreiche Angebote: ob Stadtführungen durch Weil der Stadt, geöffnete Kunst- und Heimatmuseen oder klassische Konzerte. Am kommenden Wochenende ist besonders rings um den Tag des offenen Denkmals am Sonntag, 11. September, im Umfeld von Leonberg einiges los.

Leonberg Die KZ-Gedenkstätte im Alten Engelbergtunnel (Seestraße) hat normalerweise jeden Sonntag von 14 bis 17 Uhr geöffnet. Am Tag des offenen Denkmals am Sonntag, 11. September, kann die Dokumentationsstätte jedoch schon von 12 Uhr an besichtigt werden. Pünktlich um 12 Uhr gibt es eine Führung durch die Ausstellung.

Das Stadtmuseum Leonberg neben der Stadtkirche (Pfarrstraße 1) bietet keine speziellen Aktionen zum Tag des offenen Denkmals an. Allerdings hat es wie jeden Sonntag von 13 bis 18 Uhr geöffnet.

Renningen Wer wollte nicht schon mal nachts durch ein Museum streifen durch all die Ausstellungsstücke aus vergangenen Zeiten? Das Heimatmuseum Malmsheim, betrieben vom Heimatverein Rankbachtal, macht es möglich. Am Samstag, 10. September, ist das Museum in der Merklinger Straße 10 von 19 bis 23 Uhr geöffnet.

Musikalisch wird der Abend von Razz Fazz Jazz gestaltet, einer Band aus dem Großraum Calw, die sich dem traditionellen Jazz verschrieben hat – von Dixieland über Blues bis zum Swing. Im Museum selbst wird unter anderem auf drei Stockwerken sowie im Gewölbekeller eine Dauerausstellung über die dörfliche Lebens- und Arbeitswelt früherer Generationen gezeigt. Darüber hinaus läuft weiterhin die Sonderausstellung „150 Jahre Eisenbahn im Rankbachtal“. Zu sehen ist sie sowohl in der Museumsnacht als auch am Sonntag, 11. September, sowie am 25. September und am 9. Oktober jeweils von 14 bis 17 Uhr.

Weil der Stadt Die ehemalige Reichsstadt Weil der Stadt mit ihren zahlreichen Denkmälern und Museen darf an dem Aktionstag am 11. September natürlich nicht fehlen. Unter anderem hat das Kepler-Museum von 14 bis 17 Uhr geöffnet und das Stadtmuseum von 11 bis 18 Uhr. Darüber hinaus gibt es viele besondere Aktionen und Führungen.

Der Heimatverein Weil der Stadt bietet in der Alten Lateinschule drei Kurzführungen für Familien an, geeignet für Kinder ab sechs Jahren, ganz unter dem Motto: „Also lautet ein Beschluß: daß der Mensch was lernen muß.“ Es geht um die Anfänge des Schulwesens vor 740 Jahren in Weil. Die Führungen beginnen um 14.30, 15.30 und 16.30 Uhr und dauern je 15 bis 20 Minuten. Treffpunkt ist am Stadtmuseum (Marktplatz). Ebenfalls an Kinder richtet sich die Brunnenführung „Froggy Tour“. Start ist um 14 Uhr an der Touristinfo am Marktplatz. Eine Führung für jedermann beginnt am Seilerturm (Stuttgarter Straße 62) und führt unter anderem am Brenzhaus und Spital vorbei. Beginn ist jeweils um 11.30, 14.30 und 15.30 Uhr. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt.

Die Bürgergarde gewährt allen Interessierten einen spannenden Einblick in den Storchenturm (Plangasse 9). Unter dem Motto „Der wehrhafte Bürger von 1388 bis 1849“ werden zwischen 10.30 und 16 Uhr immer wieder kleine Vorträge angeboten, das Museum im Turm kann besichtigt werden. Die katholische Gemeinde St. Peter und Paul lädt zu einer Besichtigung der Schatzkammer in der Kirche (Peter-und-Paul-Platz) ein. Geöffnet ist von 14 bis 17 Uhr.

Auch jenseits der Weiler Stadtmauer kommen Geschichtsbegeisterte auf ihre Kosten: Der Heimatverein Schafhausen unternimmt eine Wanderung zu den Schafhausener Seitenhöfen. Dort gibt es ein Schaudreschen mit einer Dreschmaschine wie in früheren Zeiten. Treffpunkt ist um 10 Uhr am Rathausbrunnen Schafhausen. Und der Heimatkreis Merklingen lädt um 14 Uhr zu einer Führung durch die Kirchenburg von Merklingen ein. Treffpunkt ist am Torbogenhaus (Kirchplatz 4).

Weissach Der Wehrkichbereich in Weissach ist ein einzigartiger Ort mit einer bewegten Geschichte. Der Mittelpunkt, die Ulrichskirche, wurde bereits im Jahr 1110 erstmals urkundlich erwähnt. Am Tag des offenen Denkmals können sich Besucher von Gerhard Mann über das Gelände führen lassen, einen Blick in die Gaden und Lagerräume werfen und dabei in die spannende Geschichte des Ortes eintauchen. Die Führungen beginnen um jeweils 11.30 und um 15 Uhr. Treffpunkt ist jeweils der Kirchturm.

Nicht ganz so alt, aber für viele genauso spannend ist der Museumsdampfzug Feuriger Elias. Auch am 11. September dreht er seine Runden von Korntal nach Weissach und zurück. Abfahrt ist um 9.16, 12.16 und 16.16 Uhr in Korntal. Alle Fahrten gehen über Münchingen, Schwieberdingen, Hemmingen, Heimerdingen. Ankunft in Weissach ist um 10.16, 13.16 und 17.16 Uhr. Dort hat der Zug eine halbe Stunde Aufenthalt, bevor er wieder zurück nach Korntal fährt.

Fans von historischen Fahrzeugen werden in Weissach außerdem im Lokschuppen des Weissacher Bahnhofs fündig. Der Oldtimerclub Weissach beteiligt sich ebenfalls mit einer Ausstellung von historischen Fahrzeugen am Tag des offenen Denkmals.

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