Leonberg Alligators Ausrutscher sind streng verboten

Von Andreas Klingbeil
Wenn es denn sein muss, nimmt es ein Alligator – wie gegen die Franken Knights – auch schon mal mit drei Gegnern auf. Foto: Thomas Lüdtke

Leonberg - Auf ihrem Weg nach oben schien die Leonberg Alligators nichts und niemand aufhalten zu können. Die am 1. Juli 2016 bei der TSG Leonberg gegründete Abteilung nahm erstmals im Jahr 2018 mit einem Senior-Team am Spielbetrieb teil. Auf Anhieb gelang die Meisterschaft in der Kreisliga, anschließend der Durchmarsch in die Landesliga. Dann kam Corona. Der angepeilte dritte Aufstieg in Folge – vereitelt durch die Pandemie.

Der Tatendrang ist dennoch ungebrochen. Der dritte Titel in Folge soll her. An diesem Samstag fällt für das Leonberger Team der Startschuss in die Landesliga-Saison mit dem Heimspiel im Lewa-Sportpark gegen die Ostalb Highlanders. Genau 770 Tage werden dann seit dem letzten Pflichtspiel vergangen sein. Es war das 50:0 bei den Crailsheim Titans am 3. August 2019.

Auch um diese Saison musste gezittert werden. Der American Football & Cheerleading Verband Baden-Württemberg entschied, die Serie auf eine Einfach-Runde zu verkürzen. Rückspiele gibt es nicht. Es entscheiden fünf Begegnungen darüber, ob der Sprung in die Oberliga gelingt oder nicht.

Der Headcoach Fabian Hoyer ist guter Dinge. Seit Anfang Juni wird hart trainiert. Zwar haben Spieler den Verein verlassen, beziehungsweise Helm und Schuhe an den nagel gehängt – unter anderem Gökhan Sahin, der Chef der Defensive –, dafür sind aber auch andere aus der eigenen Jugend nachgerückt. „Trotz Corona haben wir als Abteilung relativ guten Zuwachs gehabt“, sagt Fabian Hoyer. „Insgesamt sind für Seniors, Juniors, Flaggies und Cheerleaders so 15 bis 20 Neue dazugekommen.“

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Der Kontakt wurde auch in der Zeit gehalten, in der nicht auf dem Platz trainiert werden konnte. „Football ist ein Spiel, in dem man viel thematisch und theoretisch machen kann“, sagt Fabian Hoyer. Weil coronabedingt keine Testspiele möglich waren, behalfen sich die Leonberger mit gemeinsamen Trainingseinheiten.

Saison mit Play-off-Charakter

In den Vergleichen mit den Oberliga-Vertretern Tübingen Red Knights und Fellbach Warriors kam der Headcoach zu der Erkenntnis: „Wir stehen nicht schlecht da.“ Zudem wurde ein sogenanntes Charity-Spiel gegen den bayerischen Oberligisten Franken Knights knapp gewonnen.

Die verkürzte Saison hat so etwas wie einen Play-off-Charakter. Ausrutscher sind verboten, weil sie kaum wieder gut zumachen sind. Als stärksten Gegner im Kampf um den Titel sieht Fabian Hoyer die Heidelberg Hunters. Zum direkten Aufeinandertreffen kommt es am 17. Oktober in Heidelberg. Die ersten beiden Duftmarken hat der Gegner bereits gesetzt. Nach dem 61:0 gegen die Kornwestheim Cougars ließen sie ein 40:0 bei den Ludwigsburg Bulldogs folgen.

Die Spiele der Leonberg Alligators

Termine
Ostalb Highlanders (11. September, 15 Uhr/Lewa -Sportpark Leonberg)

Ludwigsburg Bulldogs (18. September, 15 Uhr/Lewa-Sportpark Leonberg)

Kornwestheim Cougars (25. September, 15 Uhr/Stadion Kornwestheim, Jägerstraße)

Heidelberg Hunters (17. Oktober, 16 Uhr/Fritz-Grunebaum-Sportpark, Harbigweg 9)

Neckar Hammers (23. Oktober, 14 Uhr/FSV-Sportplatz, Moos, Schwenningen)

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