Tischtennis Ein Baustein für steigende Mannschaftszahlen

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Lena Noack (li.) organisiert zum vierten Mal den Mädchen-Trainingstag. Foto: Andreas Gorr

Heimsheim - Das Angebot mausert sich zu einer festen Einrichtung. Im Jahr 2014 feierte der Mädchen-Trainingstag in Heimsheim Premiere. Jetzt fand er unter der Regie der Mädchenbeauftragten des Bezirks Ludwigsburg, Lena Noack, bereits zum vierten Mal in der Stadthalle statt.

Insgesamt hatten sich 21 Teilnehmerinnen aus sechs Vereinen im Alter zwischen 7 und 18 Jahren eingefunden, darunter auch zwei geistig behinderte Spielerinnen sowie fünf Mädchen aus Flüchtlingsfamilien. „Damit fördern wir nicht nur den Tischtennissport im weiblichen Bereich, sondern arbeiten auch noch inklusiv und integrativ“, umriss Lena Noack die Anliegen der Aktion. Aus dem Altkreis Leonberg waren Spielerinnen aus den Vereinen KSG Gerlingen, TSF Ditzingen, SpVgg Mönsheim und vom gastgebenden TSV Heimsheim vertreten – in erster Linie solche, die vielleicht schon einmal ein Ranglistenturnier absolviert haben, aber noch nicht im normalen Ligaspielbetrieb eingebunden sind.

Zunächst stand Ballgewöhnung an verschiedenen Stationen auf dem Programm, am Nachmittag absolvierten die Teilnehmerinnen ein Doppel-Training, bevor das abschließende Turnier mit wechselnden Partnerinnen auf dem Programm stand. Lena Noack: „Ich glaube, am Ende waren alle platt. Aber die Resonanz war gut, denn es gab auch Rückfragen, ob man das nicht öfter als einmal im Jahr machen kann.“

Nur noch ein weißer Fleck im Verbandsgebiet

Der Tischtennisverband Württemberg-Hohenzollern (TTVWH) versucht seit Jahren, den Spielbetrieb bei den Mädchen zu fördern. Einige der 15 Bezirke hatten in diesem Bereich gar keine Spielklassen mehr. Mittlerweile ist nur noch der Bezirk Staufen ein weißer Fleck auf der Tischtennis-Landkarte.

Die Zunahme an Mädchenteams ist unter anderem darauf zurückzuführen, dass im württembergischen Verbandsgebiet seit dem 1. Juli 2015 Mädchen nicht mehr als Stammspielerinnen in Jungenmannschaften eingesetzt werden. Zwar wurde in den Bezirken zu diesem Beschluss auch Kritik laut, dennoch sieht der TTVWH-Sportreferent Wolfgang Laur zunächst die positiven Auswirkungen: „Als es in den Vereinen Angebote ausschließlich für Mädchen gab, kamen plötzlich welche ganz neu ins Training.“

Die restriktive Haltung des TTVWH wird in der kommenden Saison durch eine neue Wettspielordnung auf Bundesebene etwas aufgeweicht. Mädchen dürfen unbegrenzt in Jungenmannschaften mitwirken, allerdings müssen für diese auch mindestens vier Jungen gemeldet sein. Auf den Mädchen-Trainingstag in Heimsheim hat die Änderung keinen Einfluss. Er soll auch im kommenden Jahr wieder stattfinden.

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