Stadthalle Heimsheim Der neue Boden ist schon eingebaut

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Bei der Gemeinderatssitzung zur Windkraft im Juni ist die Stadthalle gut besucht. Den alten Hallenboden gibt es nun nicht mehr, das Linoleum wurde komplett ersetzt. Foto: Andreas Gorr

Heimsheim - Dass Sporthallen über die Ferien ­geschlossen werden, ist eigentlich nichts Ungewöhnliches. In der Stadthalle Heimsheim wären Sportunterricht und Trainingsstunden aber gerade ­sowieso nicht möglich. Nachdem die ­Umgestaltung des Gebäudes mit neuem Haupteingang und zusätzlichen Vereinsräumen bereits Anfang des Jahres abgeschlossen wurde, bekommt nun die Sporthalle noch ihre nötige Generalüberholung. Sprich: Der komplette Hallenboden wurde ersetzt, außerdem kommen neue Prellwände, und auch einige Sportgeräte werden ausgetauscht. Die Arbeiten laufen plan­mäßig, wie Bürgermeister Jürgen Troll berichtet. Bereits in wenigen Wochen können dort wieder Schüler durch die Halle toben.

Politischer Zündstoff

Die Arbeiten an der Stadthalle hatten im Vorfeld für einigen politischen Zündstoff gesorgt. Nicht wegen der Qualität der Arbeiten. Vielmehr waren es die immer neuen Nachträge vor allem im Bereich Elektrogewerke, die die Stadt regelmäßig vorgelegt bekam. Der Unmut bei den Politikern war entsprechend groß. Nach den Berechnungen der beauftragten as-Planungsgesellschaft liegen die neuen Kosten aber lediglich 220 000 Euro über ihrer ersten Berechnung – ein Betrag, der bei Bauprojekten im Bestand immer eingeplant wird.

Die Ratsleute wie auch die Verwaltung machten diese Angaben ziemlich stutzig, hatten sie doch mit einem sehr viel höheren Nachtrag gerechnet. Die Kämmerei wollte dahingehend selbst noch einmal genauer nachrechnen. Bis zur nächsten Ratssitzung im Oktober sollen die Ergebnisse vorliegen. Ursprünglich waren die Kosten auf knapp 3,6 Millionen Euro angesetzt.

Auch in der Sporthalle wird das Ergebnis wohl teurer, was der Rat aber im Vorfeld schon mitgeteilt bekam. Hier ergaben sich die Zusatzkosten vor allem daraus, dass die Gespräche mit den Vereinen zu deren Wünschen erst nach der ersten Berechnung einbezogen wurden. Auch die Tore zu den Geräteräumen müssen aufgrund neuer Vorschriften komplett ersetzt werden. Bei den laufenden Bauarbeiten „wurde noch ein Haufen Kabel gefunden, mit denen ­keiner gerechnet hatte“, berichtet Jürgen Troll. „Da sind dann noch mal Elektro-Arbeiten notwendig.“ Wirklich böse Überraschungen wie einst der nasse Estrich im Hauptteil der Stadthalle blieben aber aus.

Feierstunde am 5. Oktober

Der neue Linoleum-Sportboden ist bereits abgenommen worden, was noch fehlt, sind beispielsweise die Prellwände und die Leisten, berichtet die stellvertretende Kämmerin, Samara Della Ducata. Dem Plan nach kann am 17. September in der Stadthalle schon wieder Schulsport stattfinden. Die große Eröffnungsfeier ist für Freitag, 5. Oktober geplant. An diesem Tag wird übrigens nicht nur die Fertigstellung der Stadthalle gebührend gefeiert. Der TSV Heimsheim will bis dahin auch seinen neuen Kunst­rasenplatz fertig haben. Die Feierstunde am 5. Oktober gilt deshalb dem Abschluss beider Projekte.

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