Sportlerehrung in Leonberg Da kommt der OB schön ins Schwitzen

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Mittendrin statt nur dabei: OB Martin Kaufmann und der Leonbergs Erster Bürgermeister Ulrich Vonderheid. Foto: Pressefoto Baumann

Leonberg - Der Leonberger Oberbürgermeister Martin Kaufmann hatte sich den Donnerstagabend wohl etwas anders vorgestellt. Kaum nahm er bei der Sportlergala in der Stadthalle seinen Sitzplatz ein, da musste er auch schon ran und kam dabei ordentlich ins Schwitzen.

Und das lag nicht (nur) am Händeschütteln im Akkord – bei der Sportlerehrung wurden nämlich insgesamt 42 Einzelsportler und 15 Mannschaften für besondere Leistungen im vergangenen Jahr ausgezeichnet. Lucia Goebel, die mit ihrer „Core-Drumming“-Gruppe für einen stimmungsvollen Auftakt sorgte, drückte dem Rathauschef zwei bunte Stöckchen in die Hand, und dieser trommelte, gemeinsam mit dem Ersten Bürgermeister Ulrich Vonderheid, wie ein Kavallerie-Tambour.

Später von Natha­lie Mainka, Sportredakteurin unserer Zeitung und mit Kollege Andreas Klingbeil, das Moderatoren-Duo, nach seinen sportlichen Aktivitäten gefragt, erklärte sich, weshalb er nach dem ohrenbetäubenden Auftritt ordentlich außer Puste war. Kaufmann schmunzelnd: „Sport? Ich schaue ­regelmäßig Sport.“

Es werden nicht nur Sportler ausgezeichnet

Ehrung Im Rahmen der Sportlergala werden nicht nur aktive Sportler geehrt. Ausgezeichnet wird traditionell auch ein Ehrenamtlicher für besondere Verdienste im Sport. Mit Margit Cavusoglu wurde diese Ehre der langjährigen Vorsitzenden des TSC Höfingen zuteil. Die engagierte Frau hat seit 2003 in ihrer Amtszeit entscheidende Veränderungen im Verein – dieser feiert in diesem Jahr sein 35-jähriges Bestehen – vorgenommen und dabei das Leistungssportkonzept für Jugendliche und Kinder entwickelt sowie die Breitensportangebote für Kinder ausgeweitet. Außerdem koordiniert sie jedes Jahr mehrere Veranstaltungen auf Landesebene, darunter die Landesmeisterschaften und TBW-Trophy-Turniere für Senioren. Wintertraining der Mountain Biker Wer sich schon immer gefragt hat, was Mountain Biker in kalten Wintern treiben, wie wir ihn zuletzt erlebt haben, hat in der Stadthalle eine Antwort darauf bekommen. Ellen Noelle Sansonnens, Helen Weber und Lennard Alber von der Sportvereinigung Warmbronn zeigten auf eindrückliche ­Weise ihr technisches Geschick – sie sprangen von einem Holzpalettenstapel auf den ­anderen oder drehten sich aus dem Stand heraus um die eigene Achse und das alles nur durch perfekt getimtes Ziehen und Drücken des Fahrrads. „Das ist das ­optimale Training für den Sommer, wenn man dann über einen Baumstamm springen oder einen steilen Hang hinunterfahren muss”, erklärte der Abteilungsleiter Hansi Koslowski.

Bei den Wettbewerben sei nicht nur Tempo, sondern auch Technik gefragt. Die Abteilung, die 60 Kinder und Jugendliche sowie elf Trainer zählt, feiert in ­diesem Jahr ihr zehnjähriges Bestehen und ist mittlerweile eine Mountain-Bike-Hochburg in der Region. „Wir sind eine der kleineren Abteilungen in Württemberg, aber dafür sehr effizient“, sagte Koslowski. Bestes Beispiel dafür waren die drei Protagonisten, die alle für den Bundes- oder Landeskader fahren. Ellen Noelle Sansonnens wurde zudem bei den letzten deutschen Meisterschaften Zweite (Mountainbike Cross Country), und Helen Weber belegte den vierten Platz. Wie es in der „freien Wildbahn“ zugeht, zeigte abschließend ein kurzer Film, der den Zuschauern so manches „Wow“ entlockte. Und wer sich das Ganze mal live ansehen möchte, kann dies im kommenden Oktober tun – dann veranstalten die Warmbronner Biker wieder einen Wettkampf.

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