Reitturnier „Auf dem Berg“ Einige Kandidaten lauern auf den Großen Preis

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Andreas Groß vom PSZ Benzenbühl (hier auf Codelli) möchte endlich mal wieder einen Sieg in der schweren Klasse. Foto: Andreas Gorr

Heimsheim - Seit einigen Wochen geht’s im Reitsport ordentlich zur Sache, insbesondere die Springreiter gönnen sich kaum ein turnierfreies Wochenende. Ab dem heutigen Freitag ist nun Heimsheim angesagt, wie immer fest verankert am zweiten Augustwochenende. Zum traditionsreichen S-Spektakel in der nordwestlichsten Ecke des Pferdesportkreises Böblingen reisen viele Starter, die noch bis Sonntag in Ehningen bei einem weiteren Kreisturnier bis hoch in die schwere Klasse S sattelten. Nur Ehningens Finalsiegerin Eva-Maria Lühr (RFV Pfalzgrafenweiler) wird fehlen. „Ich habe diesmal leider für ein anderes S-Turnier gemeldet“, bedauert Lühr, die als Publikumsliebling „Auf dem Berg“ 2015 gar beide S-Springen gewann und im vorigen Jahr hauchdünn hinter dem früheren Leonberger Ralf Weischedel (PSV Gäufelden) an zweiter Stelle landete.

Weischedel (51), allerdings ohne sein zu Saisonbeginn verkauftes Heimsheimer Vorjahressiegerpferd Quantus, hat gemeldet. Nach ersten Auftritten am Freitag dann mit seiner neuen S-Hoffnung Chiwa auch im Samstags-S-Springen um 18 Uhr. Und der Geheimfavorit? Das dürfte diesmal Peter Hertkorn aus Horb sein, zuletzt in Ehningen knapp geschlagener Finalzweiter. „Vielleicht klappt es ja jetzt in Heimsheim mit meinem S-Hattrick im Pferdesportkreis Böblingen“, sagt er mit einem Augenzwinkern. Auf Canturia siegte er schon an Pfingsten in Jettingen und im Juli in Gültstein in den Großen Preisen.

Gut möglich, dass Sonntag um 16 Uhr in der finalen S-Springprüfung mit Siegerrunde einer der hiesigen Altkreis-Springreiter ganz oben steht. Jörg Widmaier aus dem Leonberger Pferdesportzentrum Benzenbühl möchte es offensichtlich wissen. „Fürs Samstags-S und für den Großen Preis hab ich jeweils drei Startplatzreservierungen abgegeben“, berichtet der 33-Jährige. Zwei seiner Stallkollegen reiten ebenfalls die Heimsheimer S-Kurse: Nachwuchstalent Ferdinand Talmon (16) sowie der 32 Jahre alte Andreas Groß. Altkreis-Nennungen für Klasse S flatterten beim gastgebenden Ländlichen Reit- und Fahrverein der Schleglerstadt Heimsheim außerdem aus Weil der Stadt und vom RC Riedhöhe sowie vom RFV Leonberg ein.

Zwei Barockpferde-Wettbewerbe

Insbesondere für den Grafenauer Andreas Groß (PSZ Benzenbühl) wäre ein S-Sieg längst mal wieder fällig. Denn sechs Jahre liegt sein letzter von bis dato vier S-Siegen zurück. „Dreimal wurde ich auf Nininjo S-Zweiter“, sagt Groß. Durchaus starke Resultate im Sattel des neun Jahre alten Oldenburger-Wallachs, seinem aktuell besten Springpferd im Stall, den er selbst ausgebildet und bis Klasse S geführt hat. Heute, geprägt von Nachwuchsspringpferden, finden die ersten sechs von insgesamt 16 Entscheidungen im Springparcours statt. Samstag und Sonntag kommen Dressuren hinzu, die parallel auf dem Dressursandplatz ausgerichtet werden. Wie auch im Springen kämpfen die U 21-Nachwuchsreiter des Pferdesportkreises Böblingen um Ranglistenpunkte des Volksbank-Championats (Samstag 10.30 Uhr und 14.45 Uhr).

Außerdem runden zwei Barockpferde-Wettbewerbe (Barockpferdecup der Deutschen Friesenpferdezüchter / Sonntag ab 15 Uhr) das Geschehen auf dem Dressurplatz ab. Das von Benzenbühl-Springreiterin Michelle Lehmann im vorigen Jahr gewonnene „Kleine Finale“, eine Zweisterne-M-Springprüfung mit Siegerrunde, fängt am Sonntag um 14 Uhr, genau zwei Stunden vor dem Großen Preis, an.

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