Reitsport in Leonberg Ein ganzer Verein packt mit an

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Auch beim Umbau zwischen den Prüfungen werden Helfer wie Daniel Wanner und Kathrin Malchin benötigt. Foto: Andreas Gorr

Leonberg - Von so einem bisschen Regen wie am Freitagmorgen lassen sich die Teilnehmer der Leonberger Reiterspiele nicht abschrecken. Und die Verantwortlichen und vielen Helfer im Verein schon gleich gar nicht. Die ersten Prüfungen gingen planmäßig über die Bühne.

Bis zu diesem Zeitpunkt liegt bereits jede Menge Arbeit hinter den Vereinsmitgliedern. Ein Turnier mit 738 Pferden und 1024 Nennungen aus ganz Baden-Württemberg lässt sich schließlich nicht einfach so aus dem Ärmel schütteln.

Sondergenehmigung für die Pferdetransporter

Die Arbeit begann für die Turnierleiter Nadine Dieterle und Ferdinand Heider bereits kurz nach den letztjährigen Reiterspielen. Da galt es zunächst, das vergangene Turnier zu analysieren. Daraufhin nahm die Turnierkommission den Kontakt zur Stadt Leonberg auf, um die ersten Maßnahmen zu treffen: Es braucht zum einen eine Absprache zwischen dem Verein und der Stadt, die einige Hecken rund um das Tilgshäusle rechtzeitig schneiden muss. Zum anderen benötigt der RFV Leonberg eine Sondergenehmigung, um die Verkehrsführung für die großen Pferdetransporter über die Feldwege zu ändern. Auch mit den umliegenden Landwirten muss gesprochen werden, denn die zahlreichen Autos der Besucher müssen auf nahegelegenen Wiesen geparkt werden.

Ein Problem der Vorjahre wurde jetzt zufriedenstellend gelöst: Den Parkplatzdienst übernehmen die Stuttgarter Studentenreiter, die dafür ihre Qualifikation zur Deutschen Hochschulmeisterschaft auf dem Gelände des Reit- und Fahrvereins abhalten dürfen. Parallel dazu lief auch die Suche der beiden Vergnügungswarte Kerstin Lieb und Doro Siebe nach Foodtrucks an, die neben der eigenen Bewirtung der Mitglieder des RFV im Festzelt für das leibliche Wohl der Zuschauer und Teilnehmer sorgen. Wichtig für ein erfolgreiches, aber auch sicheres Turnier sind auch ein allzeit bereiter Tierarzt, einige Sanitäter sowie ein Hufschmied. Sogar ein Sicherheitsdienst wird engagiert, um die gesamte Anlage und die Technik zu schützen.

Neun Richter für Spring- und Dressurprüfungen

Auch die neun Richter, die ihr Urteil bei insgesamt 24 Prüfungen abgeben, mussten gefunden werden. Damit das Turnier über die Deutsche Reiterliche Vereinigung (FN) ausgeschrieben werden kann, müssen die Turnierleiter anhand der Leistungs-Prüfungs-Ordnung der FN die Aufgaben für Spring- und Dressurprüfungen auswählen. Diese Verordnung schreibt unter anderem vor, wie hoch, wie weit und in welcher Anzahl die Hindernisse in den verschiedenen Springprüfungen zu stellen und welche Aufgaben in den Dressurprüfungen zu reiten sind.

Achim und Sabine Wanner, Matthias Oehlschläger und Jürgen Zimmermann kümmern sich bereits seit mehreren Jahren um die Organisation und den Rasenplatz für die Springprüfungen. Extern unterstützt werden sie dabei vom Parcours-Chef Klaus Schumacher (Legau im Allgäu). Seit einiger Zeit kommt auch eine spezielle Software zum Einsatz, die den Parcours digital abbildet und somit die Arbeit erleichtert.

Die zeitaufwendigen Vorbereitungen sind nur zu bewältigen, da der Großteil der Helfer aus der Turnierkommission Urlaub nimmt, um sich den Reiterspielen und ihrem Gelingen zu widmen. „Ohne die Mitglieder des Vereins wäre das Turnier nicht zu stemmen“, sagt Nadine Dieterle. Rund die Hälfte der 600 Mitglieder des RFV packt an den Turniertagen mit an.

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