Leonberger Straßen Hier hakt es im Radverkehr besonders

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Die Markierung zeigt es an: Das hier war mal ein Radweg mit Verkehr in beiden Richtungen. Die Schilder sagen: Jetzt ist es ein Fußweg, auf den auch Radler dürfen. Foto: Otto/LKZ

Leonberg - „An dieser Kreuzung kämpft jeder ums Überleben“, sagt Sebastian Werbke an der Ecke Römer- und Hindenburgstraße. Der Grünen-Gemeinderat ist Mitglied der Agenda-Gruppe Radl, die zu einer Tour zu Problemstellen im Radverkehr eingeladen hat. 37 sind während der Aktion Stadtradeln über eine spezielle Handy-App gemeldet worden. Die Kreuzung am ehemaligen Schuhhaus Bayer sei dabei das größte Problemkind – und auch das gefährlichste.

Die gefährlichste Kreuzung der Stadt?

„Diese Ecke wurde immer nur verschlimmbessert“, sagt Werbke. So zeigen etwa rote Markierungen auf der Straße einen Radweg an, den es gar nicht gibt. „Diese Art Markierung gibt es überhaupt nicht“, kritisiert der Stadtrat zudem. Bei den Zebrastreifen, die es an allen vier Seiten gibt, ist teilweise schlecht einsehbar, ob Fußgänger queren wollen. Dazu verschlimmerten die Parkplätze entlang der Straße die Situation zusätzlich. Besonders für Schüler, die zum Schulzentrum wollen, sei dieser Bereich – inklusive Einmündung zur Gerhart-Hauptmann-Straße – gefährlich. „Wenn dann mal am ehemaligen Schuhhaus gebaut wird, dürfte alles noch schwieriger werden, etwa durch rangierende Baufahrzeuge“, meint Werbke. „Hier muss ganz dringend etwas passieren!“

Auch am Bahnhof ist es unübersichtlich

Da kann auch der Oberbürgermeister Martin Kaufmann nur nicken, der ebenfalls in die Pedale tritt, um die Problemstellen zu begutachten. Dabei sind außerdem die Mobilitätsbeauftragte der Stadt, Bärbel Sauer, sowie die Stadträte Christa Weiß, Ottmar Pfitzenmaier, Rüdiger Beising, Elviera Schüller-Tietze (alle SPD), Birgit Widmaier (Grüne) und Wolfgang Röckle (CDU). Aber auch einige Bürger radeln mit und nutzen die Gelegenheit, weitere Probleme zu melden.

Auf der rund zehn Kilometer langen Strecke werden ganz unterschiedliche Ärgernisse angesteuert. Etwa die unübersichtliche Situation am Bahnhof, wo ein gemeinsamer Geh- und Radweg aus der Stohrerstraße im spitzen Winkel auf den Gehweg der Bahnhofstraße trifft. Wo Zebrastreifen, Ein- und Ausfahrt der Bushaltestelle, Parkbuchten und die Parkhaus-Ausfahrt so manches Risiko für Radfahrer bergen.

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