Leonberg Die Jugend möchte künftig noch politischer werden

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Die Diskussionen beim Jugendforum sind lebhafter als in der Schule. Foto: factum/Granville

Leonberg - Das W-Lan im Stadtpark wird zeitnah kommen, die Mitsprache im Orchester durch einen neugegründeten Beirat und eine von Schülern organisierte Weihnachtsparty wurden bereits umgesetzt. Das sind nur drei der vielen Erfolge, die durch das Debüt des Jugendforums im vergangenen Jahr verzeichnet wurden. Die Schüler zeigten sich für den Anfang zufrieden. Das drückte sich auch in der Teilnehmerzahl aus, die im Vergleich zum Vorjahr von 150 auf 180 Teilnehmern gestiegen ist.

Schüler zeigen starkes Engagement

Auch dieses Mal hatten die Schüler wieder viele Ideen, auf die sie die anwesenden Politiker und sogar zwei Polizeibeamte aufmerksam machten. Darunter waren Themen vom vergangenen Jahr wie die Nahverkehrsanbindung von Warmbronn, der Stadtpark und die Schulausstattung, die die Schüler verfeinerten. Die Jugendlichen überlegten sich aber auch einige neue Vorschläge wie die Gründung eines Jugendausschusses, der mit dem Gemeinderat kooperiert, und Verbesserungsmöglichkeiten für das Leobad. Birte Brinkmann, Jugendreferentin der Stadt Leonberg, ist „begeistert, wie eifrig die Jugendlichen bei der Sache sind“.

Sie hält das Forum für einen großen Fortschritt: „Selbst wenn manches nicht sofort umsetzbar ist, sind die Themen immerhin präsent für die Politiker.“ Ohne das Forum wäre dies kaum möglich, so würden einzelne Jugendliche von der Politik doch kaum ernst genommen. Anders das Jugendforum, dem die Politiker viel Beachtung schenkten.

Der Oberbürgermeister Bernhard Schuler und verschiedene Gemeinderatsvertreter hörten sich alle Ideen an, machten sich Notizen und kamen mit den Schülern ins Gespräch. Viele angesprochene Themen würden aktuell ohnehin im Gemeinderat diskutiert, etwa mehr angebotene Events für Jugendliche und die Einrichtung eines Jugendtreffs. Auch in diesem Jahr wolle man versuchen, Wünsche der Jugendlichen umzusetzen, äußerten sich die Politiker einstimmig.

Die Jugend wird politischer

Den ganzen Tag begleitete das „Leo-Magazin“, welches aus Schülern besteht und sich nach dem letztjährigem Forum gründete, mit der Kamera. Auf ihrem Kanal auf der Videoplattform YouTube laden die Schüler Videos zu allem hoch, was Leonberg derzeit bewegt. Auf dem Kanal sind bereits 20 Videos zu sehen. Die teure Ausrüstung – mehrere Spiegelreflexkameras, Mikrofone und Scheinwerfer – hatten die Schüler zum Teil schon zuvor privat gekauft. Der andere Teil wurde von der Stadt zur Unterstützung des Projektes finanziert.

Für die Zukunft haben sich die derzeit 14 Beteiligten zum Ziel gesetzt, noch politischer zu werden. Ziemlich naheliegend, stehen doch dieses Jahr die Wahlen zum neuen OB der Stadt Leonberg und die Bundestagswahl an. „Mit dem Leo-Magazin können die Schüler viel bewegen. Sie werden demnächst die OB-Kandidaten befragen und können dann sehen, wer sich auch wirklich für die Jugend interessiert“, sagt Jugendreferentin Birte Brinkmann.

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