Handball Wenn der Trainer Nachsicht walten lässt

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Yannick Herleth stößt kompromisslos in die Lücke: Der Rückraumspieler ist mit sieben Toren bester Ditzinger Schütze. Foto: Baumann

Ditzingen - Manchmal kann ein Trainer auch über kleinere Nachlässigkeiten großzügig hinwegsehen. Gerade hatte seine Mannschaft das wichtige Duell gegen den SKV Oberstenfeld mit 32:27 (16:12) gewonnen, damit den Konkurrenten in der Tabelle überholt und auch noch den direkten Vergleich für sich entschieden. Die Erleichterung stand ihm ins Gesicht geschrieben. Schließlich ist sein Team in der Dreier-Serie gegen die Mitkonkurrenten im Abstiegskampf, BBM Bietigheim II, HSG Schönbuch und eben Oberstenfeld, zumindest noch auf die Bilanz von 3:3 Punkten gekommen.

Und deshalb tat es auch nicht mehr viel zur Sache, dass seine Schützlinge in den letzten Minuten etwas die Linie verloren und nicht mehr so konzentriert bei der Sache waren. Sieben Minuten vor Schluss hatte Marco Dömötör das Tor zum 30:21 erzielt. Ein Fehlpass von Yannick Herleth, ein unvorbereiteter Wurf von Hannes Eisele, und ein nicht mehr so energisches Zupacken in der Abwehr gaben den Gästen die Möglichkeit, das Ergebnis etwas erträglicher zu gestalten. Mehr aber auch nicht.

Lücken auf der linken Seite

Wie beim 21:21 eine Woche zuvor bei der HSG Schönbuch machten die TSF dem Gegner das Leben mit einer aggressiven und kompakten Defensive schwer. Wenn überhaupt, dann wurde die linke Abwehrseite etwas vernachlässigt. Nick Teske kam so in der ersten Hälfte zu drei Treffern.

Im Gegensatz zur Vorwoche präsentierten sich die Gastgeber in der Sporthalle der Konrad-Kocher-Schule deutlich konsequenter und effektiver im Verwerten der Torchancen. Der sechsfache Torschütze Marcus Haselbauer leistete sich gar keinen Fehlwurf und überlistete den Zwei-Meter-Riesen Nikolai Uhl im Gästetor bei einem Tempogegenstoß sogar mit einem Heber. Auch Florian Ruoff fand wieder zu alter Treffsicherheit zurück.

Oberstenfeld fehlen spielerische Mittel

Oberstenfeld hatte nicht die Mittel, um den TSF ernsthaft gefährlich zu werden. Die Routiniers Sebastian Sauerland, der nach den ersten Minuten mit drei Fehlwürfen zurück auf die Bank ging, und Florian Koch fanden nur selten eine Lücke. Spielmacher Marc Pflugfelder probierte es in der zweiten Hälfte zunehmend im Eins-gegen-eins und blieb immer wieder hängen. Und wenn doch einmal etwas durchkam, streute Schlussmann David Thomitzni einige Glanzparaden ein.

Nach anfänglichem 2:3-Rückstand fanden die TSF schnell ihren Rhythmus und konterten zum 6:3 (7.). Nachdem die Seiten mit einem 16:12 gewechselt wurden, legte die Mannschaft schnell zum 18:12 nach. Oberstenfeld kam in der Folge nicht mehr in Schlagdistanz. „Wir waren mit einer ganz anderen Körpersprache dabei, im Angriff deutlich cleverer und über 60 Minuten die bessere Mannschaft“, sagte der Trainer Jörg Kaaden. Einziger Wermutstropfen: Patrick Droxner musste im zweiten Durchgang mit Verdacht auf Nasenbeinbruch ausscheiden.

TSF Ditzingen: Thomitzni, Biehl, Eisele (2), Falkenburger (2), Haselbauer (6), Fandrich (1), Droxner, Kienle, Mastalirz (2), Ruoff (4), Dömötör (4), Herleth (7/4), Eisenhardt (4).

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