Rutesheimer Autoschau „Kilos runter“ heißt es auch bei den Autos

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Es gibt viel zu besprechen: Die Aussteller im Konferenzraum der LKZ-Redaktion. Von links: Jürgen Wessel (Auto Epple), Timo Senkowski (Auto Epple), Loni Fünfer (Fünfer Autopflege), Jörg Epple (Autozentrum Epple), Ludger Mäule (LKZ-Messeorganisation), Karin Schönemann (Autohaus Schönemann), Uwe Reichert (LKZ- Geschäftsführer), Frank Wedekind (Autohaus Günther Stickel), Svetlana Putzlacher (Autohaus Putzlacher), Michael Streicher (Autohaus Müller), Joachim Stickel (Pagoden Center Stickel), Tino Miniböck (Autohaus Weeber) und Aydin Temiz (ath Autohaus Temiz & Hocke). Foto: Hans Jörg Ernst

Rutesheim - Leichter und dennoch geräumiger, sind Attribute, die moderne Autos erfüllen sollen. Der Trend zu geräumig und dennoch sportlich hat sich in den vergangenen Jahren kontinuierlich entwickelt und zeigt sich nach wie vor ungebrochen im SUV-Boom. Die Sport Utility Vehicles (SUV), kennzeichnender Begriff für eine Art Geländelimousine, liegen in diesem Jahr mit etlichen Neuerscheinungen und Neuauflagen erneut ganz vorne. Das zeigt sich auch auf der diesjährigen Rutesheimer Autoschau, die am 8. und 9. April in der Stadtmitte stattfindet.

Das Thema Gewicht ist ebenfalls nicht neu – Staatskarossen, mehrere Tonnen schwer, haben im täglichen Straßenverkehr schon lange ausgedient. Leichtbau gilt in der Branche als eine Grundvoraussetzung für sparsamere Autos. Überall dort, wo es geht, kommen Materialien wie Aluminium und Karbon zum Einsatz. Schon 100 Kilo weniger Gewicht senken den Verbrauch deutlich. Somit ist das Thema nach wie vor brandaktuell, was auch die Autohändler aus dem Altkreis in der diesjährigen Vorbesprechung zur Autoschau betonen.

Leichtere Autos sind agiler

Weniger Gewicht macht das Gefährt agiler, ermöglicht bei gleichen Fahrleistungen kleinere Motoren (Downsizing) und spart bei der täglichen Nutzung Kraftstoff und damit bares Geld sowie Ressourcen, womit sich zugleich der CO2-Ausstoß reduziert. Neben der Entwicklung reiner Elektroautos und der immer beliebter werdenden Hybride (Autos mit Verbrennungs- und Elektromotor), ist die verordnete Schlankheitskur (Gewichtsreduzierung) also ein Zukunftsthema der Automobilindustrie. Zudem ermöglichen intelligente Fahrzeug- und Komponentendesigns in Verbindung mit hochfesten Stählen für schlankere, leichtere Bauteile oder verbesserte Luftströmungen am Auto eine Energieeinsparung. Die Rutesheimer Autoschau bietet mit zehn regionalen Autohäusern und 19 Marken eine hervorragende Gelegenheit, sich bei etlichen Automobilmarken umzuschauen, wie die Hersteller das angehen. Neben den Zukunftsthemen „weniger Gewicht“ und „Elektro-Mobilität“ spielen „Konnektivität“ (digitale Vernetzung) und „Sicherheit“ durch immer umfangreichere und weiter ausgefeilte Fahrerassistenzsysteme schon in der Basisausstattung eine wichtige Rolle. Die regionalen Händler informieren auf ihren Ausstellungsflächen über automobile Trends und stellen die neuesten Modelle vor.

Für Elektroautos fehlt die Infrastruktur

Noch ist das Vertrauen in reine Elektroautos in der breiten Käuferschicht nicht da. Es fehlt auch noch die Infrastruktur. Die Anstrengungen der Automobilindustrie laufen auf Hochtouren. Elektroautos und vor allem Hybride sind in den Köpfen der Käufer angekommen. „Wir Händler merken deutlich, dass der Wunsch der Kunden nach Elektro- und vor allem nach Hybridfahrzeugen ansteigt“, erklärt Frank Wedekind, Verkaufsleiter beim Autohaus Stickel. Nahezu alle Hersteller bauen derzeit ihre Hybridflotte aus, wie Toyota, KIA und auch Citroën. Aber bis die Mehrheit der Neufahrzeuge elektrisch unterwegs ist, zumindest auf der Kurzstrecke, wird noch viel Zeit vergehen. Fünf bis acht Jahre mindestens, schätzt Jörg Epple, Geschäftsführer im Autozen­trum Epple. „Es wird beide Antriebstechnologien noch eine längere Zeit parallel nebeneinander geben. Deshalb ist es auch wichtig, die Verbrennungsmotoren weiter zu optimieren“, betont Epple. Das sieht auch Tino Miniböck, Markenverantwortlicher Skoda beim Autohaus Weeber so und berichtet von Downsizing, das bei allen Herstellern eine wichtige Rolle spielt. So stehe ein sparsames 1,0 Liter 3-Zylinder-Triebwerk mit 110 PS zur Verfügung. Kleinere Motoren also mit ordentlich PS, die Spaß machen und sparen. BMW habe schon lange die Efficient-Dynamics, berichtet Michael Streicher, Verkaufsleiter im Autohaus Müller. Ein Maßnahmenpaket das auch über eine intelligente Motorsteuerung den Kraftstoffverbrauch senkt.

Neben dem Elektro-Antrieb sei das Thema Gewichtsreduktion bei allen Fahrzeugmodellen, auch bei Opel, ein großes Thema, betont Jürgen Wessel, Gesamtverkaufsleiter Neuwagen bei Auto Epple. So habe der aktuelle Opel Astra gute 170 Kilogramm Gewicht abgespeckt. Neben Aluminium spielen dabei auch Hightech-Materialien eine Rolle, wie beim neuen Alfa Romeo Stelvio, dem ersten SUV der Marke, bei dem die Antriebswelle aus Kohlefaser gefertigt ist.

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