27. Tour de Natur in Leonberg Was wäre die Tour ohne eine gewisse Qual?

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Rund 1000 Radler sind bei der 27. Tour de Natur mitgefahren. Foto: factum

Leonberg - Einen kleinen Aufreger gibt es gleich am Anfang. Am Aufstieg am Längenbühl wird eine Radlerin abgedrängt und landet in der Hecke. Die sofort herbeigeeilten Sanitäter vom Leonberger Roten Kreuz empfehlen ihr, sich sicherheitshalber im Krankenhaus untersuchen lassen. Für die  Frau ist die Tour vorbei.

Das ist allerdings auch schon der einzige ernsthafte Zwischenfall, der von der 27. Tour de Natur zu vermelden ist. Die Radrundfahrt, die vom Leo-Center und unserer Zeitung  veranstaltet wird, stößt bei den rund 1000 mitmachenden Radlern auf  einhellige Begeisterung: Eine anspruchsvolle  wie  wunderschöne Route,  meinen viele  erfahrene Tour de Natur-Fans. Entsprechend groß ist das Lob für Peter Gänzle und Wolfgang Röckle. Die beiden radbegeisterten Ruheständler arbeiten schon seit vielen Jahren die Strecken aus. Immer zwei Rundfahrten: Diesmal ist die eine 28 Kilometer lang, die größere 41 Kilometer.

In der Nacht zum Sonntag hatte es heftig geregnet, doch am Morgen herrscht ideales  Tourenwetter. Nicht zu warm, aber trocken. Die ersten Aktiven brechen schon kurz nach neun Uhr am Leo-Center auf, das Melde-Zelt hat gerade geöffnet.

Eine Stunde später sind dann die sportiven Politiker dran: Baubürgermeister Klaus Brenner, der Erste Bürgermeister und OB-Kandidat Ulrich Vonderheid und sein Konkurrent Martin Kaufmann. Alle drei korrekt mit Helm, Vonderheid in Jeans und kariertem Hemd, Brenner und Kaufmann im Sportlerdress.

Christa Weiß und Elviera Schüller-Tietze von der SPD-Fraktion gehören zu den Stamm-Tourlern, genau wie Bernd Murschel und Sebastian Werbke von den Grünen.   Für die CDU sitzt neben Touren-Scout Wolfgang Röckle noch Willi Wendel im Sattel. Wolfgang Schaal, der Chef der Freien Wähler, gehört ebenfalls fast  zum Inventar.

Supersportlich zeigt sich einmal mehr der Erste Beigeordnete Martin Killinger aus Rutesheim, der schnell fährt und auch so fix wieder weg ist, dass ihm eine moderne Sportbrille durch die Lappen geht. Die hätte der Rutesheimer Rathaus-Politiker nämlich gewonnen, wird er doch bei der anschließenden Verlosung als Hauptgewinner gezogen. Doch nur wer anwesend ist, bekommt den Preis. Pech für Killinger.

Selbst geübte Radler kommen am Sonntag ins Schwitzen. Schon direkt nach dem  Überqueren der Autobahn hat’s ein paar harte Steigungen. Kein Wunder, dass sich einige beim ersten Zwischenstopp am Ihinger Hof für die kleinere Strecke zur Weiterfahrt entscheiden. Die biegt links ab. Über Warmbronn geht’s zurück zum Leo-Center. Auch Ulrich Vonderheid begnügt sich mit der kleineren Strecke.

Martin  Kaufmann hingegen will das ganz große Rad drehen. Und das, obwohl er schon kurz vor Renningen eine Panne hatte. Von Kaufmanns stylischem Porsche-Rennrad bricht ein Pedal ab. Hätte nicht Strecken-Meister Röckle geholfen, hätte Kaufmann wohl abbrechen müssen. So strampelt der amtierende Bürgermeister von Rudersberg weiter und erfährt, dass seine angestrebte Wunschregion ganz schön hügelig ist. Aber was wäre eine Tour ohne eine gewisse Qual? Dann schmeckt das Bier nach den Anstrengungen wenigstens so richtig gut!

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