Nahverkehr in Leonberg Drei neue Stadtbusse sind ab Montag unterwegs

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Die Tage der Linie 94 sind gezählt – allerdings nur formell. Unter der Nummer 640 geht der Betrieb weiter. Foto: factum/Archiv

Leonberg - Zwei Mal ist der Start der neuen Stadtbuslinien in Leonberg bereits verschoben worden. Trotz verlängertem Lockdown – es gilt deshalb aktuell der Ferienfahrplan – soll es nun am Montag, 11. Januar, endlich losgehen. Die neuen Linien fahren unter den Ziffern 641, 642 und 643. Die Linie 641 ist speziell für Pendler gedacht. Sie führt vom Bahnhof über das Gewerbegebiet Hertich weiter zum Gewerbegebiet Leo-West. Die Busse sind hier morgens und nachmittags im Berufsverkehr sowie am Mittag unterwegs.

In der Zeit zwischen 9 und 16 Uhr an Wochentagen sowie zwischen 9 und 13 Uhr an Samstagen ist die neue Linie 642 stündlich zwischen Bahnhof und Waldfriedhof Leonberg unterwegs. Wer von Eltingen aus zum Waldfriedhof möchte, kann sich im gleichen Zeitraum, wie die Linie 642 fährt, das Ruftaxi bestellen. Das kann man eine Stunde vorher anmelden: telefonisch unter 07 11 / 89 22 55 99 oder über die VVS-App und im Internet.

Drei neue Haltestellen fürs Haldengebiet

Gleich drei neue Haltestellen bekommt das Haldengebiet: Korntaler Straße, Walter-Helmes-Weg und Heinrich-Essig-Straße. Hier hält jetzt die Linie 643 wochentags zwischen 8.45 und 16 Uhr sowie samstags zwischen 8.45 und 13 Uhr. Die Busse fahren vom Bahnhof über die Altstadt und auf dem Rückweg am Rathaus und Leo-Center vorbei über die Römerstraße zurück. Damit setzt die Stadt etwas um, das bereits im Zuge des – zu wenig genutzten – City-Busses vom Marktplatz zum Leo-Center gefordert worden war.

Geschichte ist dagegen die Linie 94 – allerdings nur formell. Diese wurde schon vor Jahren aus dem Angebot der SSB ausgegliedert und an die Stadtwerke Leonberg übertragen. Von Montag an heißt der 94er-Bus nun 640. Damit einher gehen aber auch Veränderungen im Fahrplan.

Die alte 94 und der 92er-Bus werden entzerrt

So soll es mehr Fahrten am späten Abend und am Wochenende geben. Zudem werden die Abfahrtszeiten verschoben, damit der Bus nicht fast gleichzeitig mit der Linie 92 auf ähnlicher Strecke unterwegs ist. Dafür fährt die Linie nicht mehr den Waldfriedhof an, sondern nur noch bis zur Haltestelle Gerlinger Straße.

Zum Fahrplanwechsel gibt es außerdem weitere Neuerungen. Die Linie 747, die bislang von Warmbronn zur Uni in Stuttgart-Vaihingen und zurück fuhr, wird nun nach Renningen verlängert. Die Busse der Linien 631 und 631 vom Bahnhof Leonberg nach Warmbronn fahren künftig über das Gebiet Niederhofen und Schopfloch. Die verlängerten Fahrten nach Böblingen seien nun gleichmäßiger über den Tag verteilt. Veränderungen gibt es auch im Spät- und Wochenendverkehr.

Warmbronner Bus besser auf S-Bahn eingetaktet

Hier wird nur noch stündlich gefahren, dafür aber insgesamt länger am Tag. Zudem verschieben sich die Abfahrtszeiten, damit die Linien besser auf die S-Bahn abgestimmt sind und Verbindungen so besser erreicht werden. Mehr Fahrten sind auch für die Linie 651 vom Bahnhof Leonberg über Höfingen, Hirschlanden und Schöckingen bis Hemmingen vorgesehen, vor allem am Wochenende und am Abend.

Alle Buslinien werden nun von den Leonberger Stadtwerken betrieben und von den Firmen Kappus und OVR (651) bedient. Sie sind zum Großteil über den Nahverkehrsplan des Landkreises Böblingen finanziert. Dieser übernimmt eine gewisse Grundversorgung. Bei Verbindungen, die darüber hinausgehen, muss die jeweilige Kommune die Kosten zu 50 Prozent selbst übernehmen.

Alle Fahrpläne finden sich im Internet auf www.vvs.de sowie in der App VVS mobil.

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