Klausurtagung in Weil der Stadt Der Schuldenberg ist hoch

Von Sophia Herzog

Hohe Investitionen – für Weil der Stadt, das schon seit Jahrzehnten tiefrote Zahlen schreibt, ist das leichter gesagt als getan. Im Jahr 2021 weist das ordentliche Ergebnis des städtischen Haushalts ein Defizit von sieben Millionen Euro aus, die Verschuldung steigt planmäßig auf bis zu 25,8 Millionen Euro. „Unsere finanzielle Lage ist erdrückend“, weiß Walter. „Auf der einen Seite können wir den laufenden Betrieb derzeit nur über Schulden finanzieren. Gleichzeitig müssten wir hier dringend Überschüsse für anstehende und notwendige Investitionen erzielen.“

Auch im Bereich Wasser besteht Sanierungsbedarf.
Woher das Geld also nehmen? Laut Walter befinde sich die Stadtspitze bereits in Gesprächen mit dem Landratsamt als Kommunalaufsicht: „Ein ‚Weiter so’ wird uns schon aus gesetzlichen Gründen nicht mehr genehmigt werden. Dies wäre allerdings auch verantwortungslos und nicht nachhaltig gegenüber zukünftigen Generationen.“

Den Sanierungsstau und die hohe Verschuldung zeitgleich angehen? „Es wird kein einfacher Weg werden“, kommentiert CDU-Fraktionsvorsitzender Martin Buhl. Und auch kein kurzer: Es müsse eine Strategie für die nächsten zehn bis 20 Jahre entwickelt werden, meint der Bürgermeister. Für diese große Aufgabe bedarf es nun kreativer Lösungen. „Trotz der besorgniserregenden, angespannten finanziellen Lage der Stadt gilt es, motiviert neue Wege zu finden“, findet Schmalz. „Es hilft nicht, den Kopf in den Sand zu stecken.“ Als erstes gutes Beispiel nennt sie die neue Energievertriebsgesellschaft, mit der die Stadt nun selbst Strom und Gas verkauft.

Strohgäu Leonberg Rutesheim Weil der Stadt Renningen Weissach Enzkreis-Gemeinden

Sonderthemen