Golf-Bundesliga Der Weg zum Final Four ist steinig

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Jonas Kugel ist einer von nur drei Solitude-Spielern, die in St. Leon-Rot unter dem Platzstandard bleiben. Foto: DGV/Kirmaier

Mönsheim - Gleich zum Auftakt der Bundesliga-Runde in der Gruppe Süd hat sich bestätigt, was der Kapitän des Stuttgarter Golf-Clubs Solitude, Ingmar Peitz, bereits geahnt hatte: Der Weg unter die besten Vier wird für den Deutschen Mannschaftsmeister von 2019 ein ganz schwerer. Am ersten Spieltag auf dem Platz in St. Leon-Rot belegte das Team nur den dritten Rang. Ganz vorne trug der GC Mannheim-Viernheim vor dem Gastgeber den Tagessieg davon.

„Wind und Regen haben für schwierige Bedingungen gesorgt, was sich besonders beim Putten gezeigt hat,“ resümierte Ingmar Peitz. Er bedauerte, dass sein Team sportlich noch nicht ganz das abrufen konnte, was er gefordert hatte. An den beiden Wettbewerbstagen mit jeweils acht Einzeln gelangen den Stuttgartern mit Sitz in Mönsheim lediglich drei Runden unter dem Platzstandard. Nur der eingesetzte Profi Maximilian Herrmann (zwei Schläge unter Par) und Jonas Kugel (zwei Schläge unter Par) am ersten Tag sowie Benedikt Thalmayr (ein Schlag unter Par) am zweiten Tag wurden den Erwartungen gerecht.

Nächste Chance in Mannheim

Nach den 16 Runden – Wilhelm Vincent Immanuel (+7) und Max Eichmeier (+6) lieferten jeweils das Streich-Ergebnis – stand beim Stuttgarter Golf-Club Solitude eine +23 zu Buche. „Ich bin schon etwas enttäuscht von meinen Stars, aber das war jetzt Spieltag eins. Da ist noch nicht viel passiert. In zwei Wochen in Mannheim haben wir eine neue Chance, es besser zu machen“, sagte der Stuttgarter Trainer Peter Wolfenstetter.

Der Rückstand auf den Tagessieger aus Mannheim-Viernheim fiel deutlich aus. Die „Seahawks“ beendeten die beiden Tage mit lediglich einem Schlag über Par. Die geschlossene Teamleistung war dabei der Schlüssel zum Erfolg. Gleich fünf Mannheimer blieben in den Einzeln am zweiten Tag unter Par. „Es war sehr windig und teilweise tough zu spielen. In solchen Situationen performen vor allem die harten Jungs. Und davon haben wir eine Menge“, so der Mannheimer Coach Ted Long. Auch der zweitplatzierte GC St. Leon-Rot kam da nicht mit und schloss den ersten Spieltag mit +15 ab.

Herzogenaurach ist chancenlos

Klare Verhältnisse gab es in der unteren Tabellenhälfte. Als Aufsteiger landete der Münchener GC mit +38 auf dem vierten Rang. Chancenlos waren die Herren aus Herzogenaurach. Das neuformierte Team der Mittelfranken zahlte mit einem Gesamtergebnis von +119 ordentlich Lehrgeld. „Wir haben viele Spieler verloren und gerade mal zwei Akteure im Team gehabt, die bundesligaerfahren sind“, musste Lars Leverenz einräumen. Doch der GCH-Kapitän gibt sich kämpferisch: „Wenn man es nüchtern betrachtet, stehen wir nur einen Punkt hinter München.“

Die Damen des Stuttgarter Golf-Clubs Solitude sind in der 2. Bundesliga Süd von Beginn an auf Kurs. Sie starteten auf der Anlage des GC Olching bei München mit einem souveränen Tagessieg. Das Team um Trainer Heiko Burkhard lag mit 20 Schlägen Vorsprung vor den Verfolgerinnen vom Golfclub Reichswald und legte damit das Fundament für den angepeilten Wiederaufstieg in die 1. Bundesliga. Auf den weiteren Plätzen folgen der Golfclub Olching (+38), der GC München Eichenried (+46). Am Tabellenende liegt mit +70 der Golf- und Land-Club Regensburg.

Nur eine Spielerin unter Par

Helen Briem, die frisch gekürte Deutsche Lochspielmeisterin, legte mit ihren langen Schlägen die beste Runde des Tages hin und blieb als einzige des eigenen Sechserteams und der gesamten Konkurrenz unter dem Platzstandard. Sie beendete die Runde mit zwei Schlägen unter Par. Auch alle weiteren Stuttgarterinnen spielten bei starkem Wind taktisch klug und folgten der Vorgabe des Trainers, den Ball möglichst im Spiel zu halten. Katharina Anglett und Caroline Zolg, die jeweils beide bereits bei +4 lagen, konnten auf den zweiten neun Löchern stark aufholen und kamen mit +2 und +3 ins Clubhaus. Anna-Lena Kasperek, die zu den Routiniers in der Mannschaft gehört, blieb lediglich einen Schlag über Par.

Die Damen freuen sich nun auf den Heimspieltag am 30. Mai, die Herren treten am 29. und 30. Mai beim GC Mannheim-Viernheim an.

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