Gerlinger Solitudelauf Große Nachfrage und gute Stimmung

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Kein gemeinsamer Start, aber ein schönes Lauferlebnis: Solitudelauf 2021. Foto: Pixabay

Gerlingen - Wahrscheinlich war das einer der wichtigsten Solitudeläufe überhaupt“, sagt der Organisationschef Matthias Bierer. Dabei war es auch der ungewöhnlichste in der über 30-jährigen Geschichte der Gerlinger Traditionsveranstaltung. Trotz Corona stehen nun 666 Namen als sogenannte Finisher in den Ergebnislisten.

So lange hat der Gerlinger Solitudelauf noch nie gedauert. Ganze zehn Tage waren es. Was nicht daran lag, dass sich die Läufer so viel Zeit gelassen haben. Aber besondere Umstände erfordern eben auch besondere Maßnahmen. Nach dem vergangenen Jahr wollten die Organisatoren die Traditionsveranstaltung wegen der Pandemie nicht ein zweites Mal komplett ausfallen lassen.

Alle Starts auf der Schillerhöhe

Also tüftelte die Mannschaft um Matthias Bierer einen neuen Plan aus. Die Variante firmierte unter dem Titel: „Der Gerlinger Solitudelauf 2021 vom 2. bis 11. April – einfach mal anders!“ Im Angebot: die altbekannten Strecken durch den Gerlinger Wald (Halbmarathon und zehn Kilometer), und auch der Start des Fünf-Kilometer-Gesundheitslaufes wurde erstmals auf die Schillerhöhe verlegt.

Einen gemeinsamen Startschuss für alle gab es nicht, die Teilnehmer bestimmten selbst, wann sie ihre Runde in Angriff nehmen. An Start und Ziel haben Track-Boxen mittels Chip in der Startnummer die Laufzeit erfasst.

Fast 750 Anmeldungen

Das Angebot hat den Nerv der Laufbegeisterten und aller anderen Sport- und Bewegungswilligen getroffen. Die Veranstalter hatten Startnummern bis zur 350 drucken lassen. Schnell wurde klar, dass die Nachfrage deutlich größer werden würde. Es musste nachbestellt werden, denn am Ende meldeten sich knapp 750 Teilnehmer für einen der drei Läufe an. Matthias Bierer und sein Team mussten die Anmeldung dann sogar schließen. „Wir wussten nicht, wie sich das auf der Strecke verteilt und wollten erst gar kein Risiko eingehen“, sagt der Organisationschef.

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Beim letzten unter normalen Bedingungen ausgetragenen Solitudelauf 2019 kamen auf den drei Strecken 882 Teilnehmer ins Ziel. Diesmal waren es nur rund 200 weniger. Besonders die Fünf-Kilometer-Distanz erfreute sich großer Beliebtheit. 2019 standen 58 Namen in der Ergebnisliste, 2021 sind es 202.

Viele Teilnehmer aus der Region

Die Stimmung bei den Läufern sei sehr gut gewesen, berichtet Bierer, der selbst auch den Halbmarathon absolvierte. Bei Begegnungen oder Überholvorgängen hätten sich die Teilnehmer gegenseitig motiviert, Familienmitglieder feuerten vom Streckenrand aus an, Kinder begleiteten ihre Eltern mit dem Fahrrad.

Das Gros der Teilnehmer kam aus der Region, aber auch die Namen München, Karlsruhe, Neckarsulm, Plauen und Pirna tauchten in den Ergebnislisten auf. Darüber hinaus meldeten die Lauffreunde aus der französischen Partnerstadt Vesoul – sonst Stammgäste beim Solitudelauf – ihre Zeiten, kamen aber wegen der ungleichen Streckenverhältnisse nicht in die Wertung.

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