Fechten in Ditzingen Ditzinger Fechter melden sich zurück

Von kli
Hoffnungsvoller Nachwuchs der TSF Ditzingen: Nele Klaus (links), Viktoria Nikiforov. Foto: Ulrike Amler

Die Nachwuchsdegenfechter haben sich nach zweieinhalb Jahren Pause wieder in Ditzingen im Gefecht gemessen. An zwei Turniertagen ermittelten 90 jugendliche Fechter ihre Landesmeister in den Altersklassen U 11 und U 15 in der Hirschlander Alfred-Fögen-Halle. In der Altersklasse U 11 und U 15 der Jahrgänge 2007 bis 2011 kämpften die jungen Degenspezialisten in Einzel- und Team-Wettbewerben um Medaillen und Punkte für die Landesrangliste Baden-Nord/Württemberg.

Bei den U 15-Herren belegte der Ditzinger Colten Willers einen zweiten Platz und musste sich nur knapp Frederik Zimmermann aus Heidenheim geschlagen geben. Cheftrainer Zoltàn Szegedi äußerte sich sehr zufrieden mit der Leistung seines Schülers: „Colten hat trotz hoher Erwartungen und vor heimischem Publikum ohne Druck gefochten und eine Top-Leistung gezeigt.“ Bester Ditzinger U 11-Fechter im Herrendegen wurde Matti Fröber (Jahrgang 2011). Er durfte sich zusammen mit Jethro Hartwig (FC Ravenstein) über Bronze freuen.

Bronze mit den Mannschaften

Beste Ditzinger Fechterin in der U 15 war Viktoria Nikiforov auf Platz acht. Maike Amler belegte den zwölften Rang. Nele Klaus kam auf Platz 16 im Feld der 26 Fechterinnen. Das besondere Lob des Trainers galt Viktoria Nikiforov und Nele Klaus. Als Fechterinnen der Altersklasse U 13 hatten sie in den vergangenen Jahren kaum Gelegenheit, Turniererfahrung zu sammeln. Lange mussten sie während der Lockdowns pausieren. Sowohl das U 15-Damenteam mit den drei genannten Starterinnen als auch das Herrenteam (Colten Willers, Jannek Buchholtz und Matteo Zucchini) holten jeweils Bronze.

Eine Vielzahl von Helfern aus der Abteilung sowie Obleute aus den eigenen Reihen trugen zum Gelingen des Turniers bei. So war Organisationschef Holger Bühner froh, als die letzten Medaillen vergeben waren. „Wir haben bei unseren Helfern schon gemerkt, dass auch hier die Turnierroutine fehlt und wir doch länger zum Aufbau der zwölf Bahnen, Melder und Technik gebraucht haben, als in der Vergangenheit“, sagte der Turnierleiter.

Zweimal musste das Ditzinger Jugendturnier Young Masters während Corona ausfallen oder kurzfristig abgesagt werden. Bühner und die Verantwortlichen der Abteilung haben in den vergangenen zweieinhalb Jahren unzählige Hygienekonzepte geschrieben, die oft noch vor Inkrafttreten von neuen Verordnungen kassiert wurden. „Da war auch unser Fechter-Motto ’Sport mit Abstand und Maske’ kaum mehr als eine Durchhalteparole“, stellte Bühner fest.

Die Fechtabteilung der TSF Ditzingen musste coronabedingt einen Mitgliederschwund hinnehmen, der sich in der Abteilungskasse bemerkbar macht. „Hier haben uns die Einnahmen aus den Turnieren gefehlt“, erklärt Dietmar Heise, der die Abteilungsleitung im vergangenen Herbst übernommen hat. Eine positive Trendwende in der Mitgliederentwicklung sei jedoch seit Jahresanfang festzustellen, die sich durch die geplanten Werbeaktivitäten, den Osterferienkurs der Stadt Ditzingen und die Erfolge der Ditzinger Fechter weiter fortsetze, ist Heise optimistisch.

Schwerer Stand gegen ältere Gegner

Diese können sich, wie in der Vergangenheit, sehen lassen. Bei den nationalen Titelkämpfen der Junioren (U 20) in Offenbach waren vier Ditzinger am Start. Ben Szalay belegte Rang 13 und verlor erst im 16er-K.o. gegen den späteren Turniersieger Christoph Michalski (FC Leipzig). Auch der U 17-Fechter Samuel Hochwald zeigte mit Platz 23 eine ansteigende Form im Wettbewerb der deutlich älteren Gegner. Annika Amler startete nach einer makellosen Vorrunde auf Rang vier gesetzt in die Endausscheidungen. Dem extrem defensiven Stil und zwei Jahren mehr Erfahrung konnte die U 17-Fechterin gegen Grete von Wolf (Elmshorner MTV) im 32er-K.o. jedoch nichts entgegensetzen. Sie beendete die Titelkämpfe auf Rang 17.

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