SKV Rutesheim Der VfL hat eine Rechnung offen

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Kampf auf Augenhöhe: Der Rutesheimer Joshua Schneider (li.) gegen den VfL. Foto: A. Gorr

Rutesheim - Die jüngste 1:2-Niederlage des VfL Sindelfingen in Laupheim kann sich Rolf Kramer, der Trainer des Verbandsligisten SKV Rutesheim nicht wirklich erklären. „Für mich ist das ein komisches Ergebnis, wobei es auf dem Laupheimer Platz kaum möglich ist, einen ordentlichen Fußball zu spielen“. Der kommende Gegner am Samstag – die Partie auf dem Rasenplatz im Sindelfinger Floschenstadion wird um 15.30 Uhr angepfiffen – ist für ihn auf jeden Fall ebenbürtig. ,,Sindelfingen hat einen guten Kader, genügt den höchsten Ansprüchen in der Liga“, sagt Kramer. Nach einem schwankenden Start in die Saison hat sich der VfL seit dem 18. Spieltag auf dem fünften Tabellenplatz eingependelt.

Die vergangenen Aufeinandertreffen von Rutesheim und Sindelfingen in den Verbandsspielen sind immer ein Duell auf Augenhöhe gewesen. In der Saison 2017/2018 gab’s eine 0:1-Heimniederlage für Rutesheim, das Rückspiel endete mit einem 1:1-Remis. In der aktuellen Saison gewann die SKV Anfang Oktober das Hinspiel zu Hause mit 3:1. Rolf Kramer kann sich noch gut an das Zitterspiel erinnern, das auch Sindelfingen hätte gewinnen können. Vor allem haben sich die beiden Tore seines Stürmers Gianluca Crepaldi in der zweiten Hälfte eingeprägt, die zum 3:1-Erfolg führten. „Das waren die ersten Zeichen dafür, dass er sich nach seiner Verletzung wieder rangekämpft hat“, sagt der SKV-Trainer.

Keine richtige Derby-Stimmung

Auf der Gegenseite hat Sindelfingens Trainer Maik Schütt bereits angekündigt, dass er nie gerne zweimal gegen eine Mannschaft verliert. Allerdings muss er am Samstag auf Daniel Kniesel, den Taktgeber im zentralen Mittelfeld verzichten. Der hat sich den Zeh gebrochen.

Auch wenn bei Rolf Kramer keine richtige Derby-Stimmung aufkommt („Das einzige ist die Tatsache, dass wir geografisch recht nah beieinander liegen“), gibt es einige Anknüpfungspunkte mit Sindelfingen. So wechselte Keven Müller vor gut einem Jahr vom VfL nach Rutesheim. Der 19-jährige Noah Lulic kam in dieser Saison. Beide waren im Sindelfinger Trikot nicht wie gewünscht zum Zug gekommen und streckten selbst die Fühler nach einem neuen Verein aus und nutzten dabei auch frühere Beziehungen. In Rutesheim haben sie als Spezialisten in der Offensive schon längst ihre Klasse beweisen können. „Sindelfingen hat eben auch eine gute Mannschaft, und es gibt immer Gründe, weshalb es mit manchen Spielern nicht funktioniert“, sagt Rolf Kramer.

„Wir wissen um unsere Chancen“

An diesem Samstag wird er auf denselben Kader zurückgreifen können wie am vergangenen Wochenende, er will aber die eine oder andere Position in der Anfangsformation verändern. „Wir wissen um unsere Chancen acht Spieltage vor Schluss, wir wissen aber auch, dass es ganz schnell anders kommen kann und gehen daher respektvoll mit den Spielen um.“ Den Platz ganz oben in der Tabelle – derzeit ist die SKV Rutesheim mit 44 Zählern punktgleich mit den Sportfreunden Dorfmerkingen – wollen sie jedenfalls auch noch am kommenden Montag haben.

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