Leonberg Ins Leobad dürfen 650 Gäste – ins Hallenbad nur 100

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Entspannung daheim im Leobad: So kann man es aushalten. Foto: factum/Simon Granville

Leonberg - Nicht nur unser Leser Bernd Schwarz wundert sich, dass das Leobad trotz nicht eben sommerlicher Temperaturen bis zum 11. Oktober geöffnet bleiben soll. In den vergangenen Tagen haben sich mehrere Anrufer in der Redaktion gemeldet und sich nach den Hintergründen für den ungewöhnlich lange Freibad-Betrieb erkundigt. Fragen, die wir an die Stadt weitergereicht haben.

„Nach den geltenden Hygienevorschriften können im Leobad zeitgleich 650 Gäste schwimmen, im Hallenbad nur 100“, erklärt der städtische Pressesprecher Tom Kleinfeld. In den Vorjahren hätte es Ende September und Anfang Oktober „viele schöne Badetage“ gegeben. „Darauf hoffen wir auch jetzt.“ Trotz des schlechten Wetters Ende August hatte der Leonberger Bäderbetrieb im Schnitt mehr als 120 Gäste pro Tag verzeichnet, am verregneten Dienstag sogar knapp 200.

Nahtloser Übergang

Wenn am 11. Oktober die Becken und Wiesen endgültig geschlossen werden, verspricht Kleinfeld einen nahtlosen Übergang. Am 13. Oktober sollen Hallenbad und Sauna wieder öffnen. Ein Hygiene-Konzept werde derzeit erarbeitet. Fest steht, dass die Badegäste ihre Karten nicht vorab im Netz bestellen müssen, sondern zur Kasse oder an den Automaten können. Schon gekaufte Geldwertkarten bleiben gültig. Die Gäste können zuvor telefonisch erfragen, wie voll es ist.

In Renningen dürfte das Freibad wie immer in einer guten Woche mit dem Ende der Sommerferien schließen. „Angesichts der Wettervorhersage sieht es nicht danach aus, dass eine Verlängerung Sinn machen würde“, erklärt Christian Teich von der Stadt Renningen auf Anfrage.

Ditzinger Hallenbad geöffnet

Erfahrungen mit dem Hallenbad- und Saunabetrieb unter Corona-Bedingungen gibt es bereits in Ditzingen. Dort durften die Gäste bereits am 1. Juli wieder schwimmen und schwitzen. „Wir hatten unsere allsommerlichen Revisionsarbeiten in die Corona-Pause verlegt, damit wir in den Ferien länger öffnen können“, erklärt der Ditzinger Rathaus-Sprecher Jens Schmukal. Deshalb gab es nur eine zweiwöchige Schließung. Das Hallenbad ist seit dieser Woche wieder geöffnet, geschwitzt werden kann ab kommendem Dienstag. Montags sind Bad und Sauna zu.

Auch hier gelten Einschränkungen. Im Hallenbad sind maximal 25 Gäste gleichzeitig möglich, in der Sauna 15. Die Aufenthaltsdauer ist begrenzt: Im Hallenbad beträgt sie zwei Stunden, in der Sauna drei. In den einzelnen Saunakabinen dürfen sich je nach Größe drei bis vier Menschen gleichzeitig aufhalten. Aufgüsse sind momentan noch nicht möglich.

Kontaktdaten werden notiert

Ansonsten gelten Regeln, ähnlich derer in Restaurants. Die Gäste werden am Eingang des Stadtbads in Empfang genommen und die Kontaktdaten notiert. Trotz dieser Einschränkungen stößt das Ditzinger Angebot auf gute Resonanz. „Die maximale Besucherzahl wird meist erreicht“, sagt der Stadtsprecher Schmukal.

Da in Leonberg sowohl im Hallenbad als auch in der Sauna die Dimensionen deutlich größer sind, dürften hier mehr Leute gleichzeitig zugelassen werden. Die Grundregeln dürften jenen in Ditzingen allerdings sehr ähneln.

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