Leonberg/Gerlingen Die Arbeiten am Kreisverkehr verzögern sich

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Wie ein regulärer Kreisverkehr sieht er inzwischen schon aus, aber die Arbeiten dauern noch anderthalb Monate.Foto: factum/Andreas Weise Foto:  

Leonberg/Gerlingen - So einfach, wie es sich viele vorgestellt haben, gestaltet sich der Ausbau des Playmobil-Kreisels an der Kreuzung von Stuttgarter Straße und Neue Ramtelstraße in Leonberg und Füllerstraße in Gerlingen doch nicht. Während der Bauarbeiten sind unvorhersehbare Mängel und Probleme aufgetaucht, sodass sich die Arbeiten voraussichtlich bis Mitte Dezember verzögern, teilt das Regierungspräsidium Stuttgart mit.

Das ehemalige Plastik-Gebilde an der Kreuzung wird seit Mitte August vom Regierungspräsidium für rund zwei Millionen Euro zu einem Betonkreisverkehr umgebaut. „Plastikkreisel“, „Playmobil-Kreisel“ – die rot-weißen Klötze, die im Sommer 2014 hier provisorisch zu einem Kreisverkehr zusammengesetzt wurden, hatten bald ihren Spitznamen. Aufgestellt hatte man sie, weil in der Grabenstraße in Leonberg und der Füllerstraße in Gerlingen aufwendige Baustellen gewesen sind.

Breite Allianz an Befürwortern

Da sich das Provisorium in der Praxis gut bewährte, fand es bald viele Fans. Als es abgebaut werden sollte, stieß das auf viel Unverständnis. Eine breite Allianz an Befürwortern machte Front gegen den Abbau. Die beiden Stadtverwaltungen drangen darauf, eine endgültige Lösung herbeizuführen. Das Regierungspräsidium lenkte ein. Dafür wurde dann im November 2015 das Provisorium offiziell als Kreisverkehr markiert und Rechtssicherheit hergestellt.

Nun wird hier gebaut und zwar in drei Phasen. Als erstes ist die Neue Ramtelstraße dran gewesen, damit verbunden waren die Erd- und Kanalbauarbeiten für den zukünftigen Bypass in Richtung Stuttgart.

In der zweiten Bauphase seit Ende September konzentrieren sich die Arbeiten hauptsächlich auf den Kreuzungsbereich. Die Erdarbeiten sind abgeschlossen, Leitungen und der Kanal sind verlegt. Auch die Arbeiten an der neuen Bushaltestellenbucht entlang der Stuttgarter Straße sind bereits abgeschlossen. Die Kreisverkehrsinsel ist errichtet, der Asphalt gegossen. Aktuell sind die Betondecke und die Randsteine an der Reihe.

Außerplanmäßige Arbeiten

Doch die zweite Bauphase hatte es in sich. Während der Arbeiten sind zusätzliche Mängel im Straßenkörper aufgetaucht, und auch das Wetter spielte nicht mit. In besonders schlechtem Zustand war der Asphaltaufbau auf der Stuttgarter Straße, was vorher nicht ersichtlich war. Zusätzliche Fräs- und Asphaltierarbeiten wurden notwendig. Außerplanmäßige Arbeiten waren auch am Leitungssystem erforderlich. Witterungsbedingt konnte die Betondecke nicht plangemäß gegossen werden. Vor diesem Hintergrund sind die Baufirma und das Regierungspräsidium Stuttgart übereingekommen, dass Arbeiten auch parallel stattfinden.

Um die Verzögerung teils zu kompensieren wird auch, wenn notwendig, samstags gearbeitet. „Nach dem aktuellen Baufortschritt ist die Umstellung auf die dritte Bauphase daher erst Mitte November möglich, sodass die Gesamtmaßnahme voraussichtlich Anfang oder Mitte Dezember abgeschlossen werden kann“, sagt einen Sprecherin der Stuttgarter Behörde.

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