Fußball-Verbandsliga Ampelkarte ist spielentscheidend

Von Henning Maak
Der Rutesheimer Kerim Redzepovic muss viermal hinter sich greifen. Foto: Andreas Gorr

Rutesheims Trainer Marcel Pfeffer ist normalerweise keiner, der sich anmaßt, die schwierige Aufgabe eines Schiedsrichters zu bewerten. Doch nach der 1:4 (1:1)-Niederlage seiner SKV Rutesheim beim Oberliga-Absteiger SF Dorfmerkingen sah er sich zu einer Ausnahme veranlasst: „In der Summe waren das zu viele harte Entscheidungen gegen uns“ befand er.

Als spielentscheidende Szene gegen seine Elf in dem Verbandsliga-Duell sah er die gelb-rote Karte gegen Alban Kastrati in der 50. Minute: Der Innenverteidiger hatte eine Verwarnung kassiert, nachdem er den Ball für einem Freistoß zu seinem Gegenspieler lupfen wollte, dieser dann jedoch hinter der Bande landete und dies als Ballwegschlagen gewertet wurde. Gelb-rot bekam er, als er seinen Gegenspieler im Zweikampf mit dem Arm auf Distanz halten wollte, sodass dieser leicht strauchelte, aber weiter lief. Dennoch pfiff der Schiedsrichter, gab die Ampelkarte.

Die SKV nicht kaltschnäuzig genug

Bis dahin hatte Pfeffer seine Mannschaft als die bessere gesehen: Kastrati hatte kurz vor der Pause nach einem Eckball den 0:1-Rückstand durch Sangar Aziz (30.) – nach einem schönen Pass in die Schnittstelle der SKV-Abwehr – ausgeglichen. Einem weiteren Treffer von Pascal Maier verweigerte der Schiedsrichter wegen Abseits die Anerkennung, zweimal blieb der SKV-Akteur in der ersten Halbzeit allein vor dem SF-Keeper nicht kaltschnäuzig genug. Zudem strich ein Schlenzer von Tobias Gebbert knapp über die Dreiangel.

Coach Pfeffer hadert mit den Entscheidungen des Schiedsrichters

So wendete sich das Blatt in der zweiten Spielhälfte gegen die Gäste: Nochmals Aziz (59.) sowie Sime Pesic (66.) und der eingewechselte Fabian Amon (83.) trafen für die abgezockten Gastgeber. „Zwei Tore waren aber klar abseits, zudem hat der Schiedsrichter eine Tätlichkeit und eine Beleidigung nicht mit den entsprechenden Karten geahndet“, monierte Coach Pfeffer. Allerdings hatte seine Elf die Führung der Gastgeber mit einem Ballverlust im Mittelfeld selbst begünstigt.

Am kommenden Mittwoch (18.30 Uhr) erwartet die SKV Rutesheim den VfL Sindelfingen zum Duell zweier nach zwei Spieltagen noch punktloser Teams. SKV Rutesheim: Redzepovic, Vaihinger, Kastrati, Rudloff, Schneider, Gebbert (70. Biemel), Weiß, Streit (77. Stütz), Baake (53. Trefz), Maier, Wellert (72. Schürg).

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