Carsharing Das Erfolgsmodell Renningen

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In Renningen ist Carsharing schon lange gang und gäbe. Foto: factum/Archiv

Renningen - Wie Carsharing erfolgreich funktionieren kann, zeigt das Beispiel Renningen, wo es das Angebot seit 1992 gibt. Aktuell stehen in der Rankbachstadt 24 Fahrzeuge zur Verfügung, davon neun Elektroautos. „Würde das Städteranking des Bundesverbands Carsharing alle Städte über 10 000 Einwohner erfassen, dann würde Renningen mit 1,23 Fahrzeugen pro 1000 Einwohnern auf Platz zehn vor Tübingen liegen“, rechnet Jochen Breutner vom Verein Ökostadt Renningen vor, der das Carsharing vor Ort seit 2011 managt. Mehr als 300 Familien, Einzelpersonen und Betriebe nutzen das Angebot.

Das Renninger Carsharing wurde auch schon von Rutesheim kontaktiert, als eine Initiative des damaligen Gabl-Stadtrats Harald Brunner im Jahr 2009 mit „stadtmobil“ kaum angenommen wurde. Dafür war ein Auto beim Rathaus stationiert. Brunner war damals der Rutesheimer Ansprechpartner von stadtmobil. „Nach Abzug des Fahrzeugs hat er bei uns nachgefragt, ob wir nicht in Rutesheim ein Fahrzeug stationieren könnten“, sagt Jochen Breutner im Rückblick.

Das wurde damals aus mehreren Gründen abgelehnt. Einer davon sei gewesen, dass Carsharing Renningen kurz zuvor in Weil der Stadt mit mehreren Fahrzeugen gestartet war und sich nicht noch eine Anlaufphase in einer anderen Gemeinde schaffen konnte, erläutert der Vorsitzende von Ökostadt Renningen.

Vier Autos in Weil der Stadt

„Im Jahr 2016 sind wir dann auf Wunsch der damaligen Beigeordneten von Weil der Stadt, Susanne Widmaier, mit einem zusätzlichen Standort nach Merklingen gegangen. Dort wurde für eine neue Mitarbeiterin ein Dienstfahrzeug gebraucht“, sagt Breutner. Noch immer gibt es in Weil der Stadt ein Carsharing-Angebot mit vier Fahrzeugen, das von Renningen aus betreut wird.

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