Bürgertreff Weil der Stadt Wer macht mit bei der Planung des Bürgertreffs?

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Atrio baut in Weil der Stadt eine inklusive Wohneinrichtung. Foto: factum/Simon Granville

Weil der Stadt - Im Linde-Areal bei der Stuttgarter Straße sind noch Bauarbeiter und Bagger tätig. Der Leonberger Verein Atrio errichtet dort stationäre Wohnplätze für Menschen mit und ohne Behinderung. Damit dort einmal auch der Weiler Bürgertreff einziehen kann, ist aber noch Planungsarbeit nötig. Einen Arbeitskreis gibt es schon, am Dienstagabend ist im Klösterle die Auftaktveranstaltung.

„Drei Fragen wollen wir diskutieren und beantworten“, sagt Hans Müller, der Vorsitzende des Vereins „Miteinander-Füreinander“, unter dessen Dach der Bürgertreff einmal arbeiten soll. Es geht heute Abend um den Bürgertreff ganz allgemein, um eine entsprechende Öffentlichkeitsarbeit und um die Suche nach Sponsoren.

Der Gemeinderat hat dem Ansinnen schon Mitte Dezember grünes Licht gegeben. Die Stadt übernimmt die Miete und die Nebenkosten für die 100 Quadratmeter großen Räumlichkeiten von rund 12 600 Euro pro Jahr. „Da steckt schon viel ehrenamtliche Arbeit drin“, sagte Bürgermeister Thilo Schreiber (CDU). Das Konzept sei durchdacht und schlüssig. Roland Müller ist einer der Ehrenamtlichen der Bürgertreff-Arbeitsgruppe und warb bei den Gemeinderäten um Unterstützung. „Das wird ein Hingucker hier in Weil der Stadt“, sagte er. „Solche Räumlichkeiten werden in der Stadt benötigt.“

Sich treffen, einen Kaffee trinken oder einfach nur Zeitung lesen

Bislang schwebt den Verantwortlichen ein Mix aus verschiedenen Nutzungen vor. Der Bürgertreff soll eine Kommunikationsplattform werden, bei der man sich treffen, einen Kaffee trinken oder einfach nur Zeitung lesen kann. Vereine und Parteien bekommen die Möglichkeit, Sprechstunden und Vorstandssitzungen abzuhalten, Theatergruppen könnten dort proben und die Musikschule Unterricht geben. „Wir müssen uns über die genauen Nutzungsmodalitäten noch Gedanken machen“, sagt Hans Müller. Jugendpartys könne man zum Beispiel nicht zulassen, auch die private Nutzung sei nicht vorgesehen.

Alles soll ehrenamtlich getragen sein. Zwei Infoveranstaltungen gab es bereits, zu den rund 90 Teilnehmer gekommen sind, 50 davon haben ihre Mitarbeit bekundet. „Unser Ziel ist, dass wir vormittags und nachmittags öffnen können“, sagt Roland Müller. Rund 25 000 Euro braucht der Bürgertreff-Arbeitskreis aber, um die Räume überhaupt einrichten zu können. Dafür sucht man jetzt Sponsoren.

Der Bürgertreff kommt in die Räume der früheren Pizzeria Linde. Sie bestehen aus einem 34 und einem 59 Quadratmeter großen Raum. Atrio wollte dort ursprünglich einen Laden einrichten, unterstützt jetzt aber die Pläne eines Bürgertreffs. „Das entspricht genau unserem Anliegen, nämlich der Inklusion“, sagt Atrio-Geschäftsführer Bernhard Siegle.

Eröffnung für 2021 geplant

Die Eröffnung des Linde-Wohnkomplexes ist für 2021 vorgesehen. Bis dahin hat der Bürgertreff-Arbeitskreis also noch Zeit, an den Strukturen zu feilen. Atrio hat unterdessen mit steigenden Baukosten zu kämpfen. Von 4,2 auf 6,2 Millionen Euro hat sich der Bau mittlerweile verteuert.

Veranstaltung

Wer am Bürgertreff mitarbeiten will, ist am Dienstagabend um 19 Uhr ins Klösterle eingeladen. Anmeldung ist nicht nötig.

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