Zum Tod von Otto Kuhn Meister der knappen Sätze

Von Nikolai B. Forstbauer
Otto Kuhn in den späten 1970er Jahren Foto: Kraufmann /Thomas Hörner

Meist hat er die Redaktion um die Mittagszeit betreten – dann aber hatte Otto Kuhn schon ein oder gar zwei Vorab-Filmvorführungen hinter sich. „Wie viel Zeilen habe ich?“ Die Frage war eher rhetorisch. „ok“ liebte die knappe Form.

Lexikalisches Wissen

1972 war Kuhn zu unserer Zeitung gekommen. Als Film- und Fernsehexperte zuvorderst, obgleich doch seine Liebe erklärtermaßen der Kulturgeschichte der Indianervölker Nordamerikas galt. Ob Film, Kulturgeschichte, die Welt der antiquarischen Bücher oder auch des Kabaretts – kaum eine Kollegenfrage blieb unbeantwortet.

Trockener Humor

Wandelndes Lexikon, das hat sich der gebürtige Dortmunder gefallen lassen. Er hat ja selbst an solchen mitgeschrieben, wenn es um Film ging – oder selbst ein komplettes Werk vorgelegt wie „Eastern“ zu den Erfolgen der asiatischen Filmindustrie. Mit Ledertasche, Hut, Schal und Regenschirm – so ist er in Erinnerung. Gerne lächelnd und mit überragend trockenem Humor überzeugt: „Auch lautes Lachen ist gesund“. Am 12. September ist Otto Kuhn im Alter von 91 Jahren gestorben.

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