Zufahrt zur JVA Heimsheim Diese Ampel reagiert nicht auf Radfahrer

Von Kathrin Klette
Bei der Ampel an der Zufahrt zur JVA handelt es sich um eine Bedarfsampel. Sie reagiert erst, wenn ein Fahrzeug registriert wird. Foto: Simon Granville/Simon Granville

Heimsheim - Wer versucht, mit dem Fahrrad von der Einfahrt zur Justizvollzugsanstalt Heimsheim links auf die Landesstraße 1134 (Mönsheimer Straße) abzubiegen, muss irgendwann resigniert feststellen, dass es hier kein Weiterkommen gibt – wenn nicht zufällig ein Auto in dieselbe Richtung will. Obwohl schon mehrfach bei den Zuständigen moniert, ist eine Änderung nicht in Sicht. Denn das Projekt wäre zu teuer. Erst mit dem Umbau der L 1134 und der Schließung des Radwegenetzes zwischen Heimsheim und Mönsheim wird sich dieses Problem von selbst erledigen, und das wird noch einige Jahre dauern.

Die Ampel reagiert nur auf Autos

Bei der Signalanlage handelt es sich um eine Bedarfsampel. Das heißt: Sie wird erst aktiviert, wenn das System ein Fahrzeug an der Kreuzung registriert. Ansonsten bleibt die Anlage rot. Dumm nur, dass dieses System nur dafür ausgelegt ist, große Fahrzeuge wie Autos zu erkennen. „Die betreffende Ampel reagiert nicht auf Radfahrer, weil der Bedarf dafür im Jahr 1990, als die Anlage in Betrieb ging, nicht gegeben war“, erklärt Petra Hentschel, Sprecherin der Niederlassung Südwest der Autobahn GmbH des Bundes. „Wir haben das Anliegen deshalb schon vor Jahren an das RP herangetragen“, berichtet Martin Wagner vom Heimsheimer Ordnungsamt. Die Antwort fiel wenig zufriedenstellend aus: Hier geht es nicht um den einfachen Austausch einer Magnetschleife oder Ähnliches, man müsste die komplette Anlage umbauen. Schon in Anbetracht der Pläne für das Areal wäre der Aufwand zu groß.

Die Zufahrt zur JVA könnte versetzt werden

Ändern wird sich an der Situation erst etwas, wenn der Umbau der L 1134 erfolgt. Dann aber nicht mit einer neuen Ampel, sondern mit einem komplett anderen Wegekonzept. Erste Entwürfe für die Neugestaltung der Anschlussstelle der A 8 sehen nämlich eine weitläufige Kleeblattlösung vor. Die Zufahrt zur JVA hätte damit an der jetzigen Stelle gar keinen Platz mehr und müsste nach Süden verlegt werden. Die Zufahrt würde dann über das Gewerbegebiet Egelsee II erfolgen, das sich ebenfalls noch in Planung befindet.

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