Wochenmarkt in Hemmingen Mindestens ein Händler fehlt weiterhin

Von Stefanie Köhler
Der Wochenmarkt im historischen Ortskern von Hemmingen Foto: Simon Granville/ 

Etwas mehr als 30 Jahre ist sie her, die erste Auflage des Hemminger Wochenmarkts am 21. August 1992. Am Freitagnachmittag war angesichts des Jubiläums auf dem Alten Schulplatz einiges mehr los als sonst. Der Jugendspielmannszug, Nachwuchsfußballer der GSV, das Kinder- und Jugendhaus Astergarten, der Weltladen und die Ludwigsburger Energieagentur verstärkten das Angebot der vier Marktbeschicker.

Der Bürgermeister Thomas Schäfer (CDU) bezeichnet den Wochenmarkt als „Ort der Begegnung“. Die Leute würden nicht nur frische Ware aus der Region bekommen, sondern auch ein Schwätzchen halten. Immer wieder würden Vereine und Schulklassen den Markt als Plattform nutzen, etwa in der Adventszeit. Obendrein ist der Wochenmarkt beliebt für Wahlkämpfe.

Mehr als zehn Stände vor 20 Jahren

Trotzdem, es gibt Wermutstropfen. So gestaltet sich die Suche nach einem neuen Obst- und Gemüsehändler als Ersatz für den Fruchthof Celik schwierig. Viele Beschicker würden rödeln, stellt der Bürgermeister fest. Sie seien ausgelastet, freitags woanders oder hätten Personalmangel – und Landwirte konzentrierten sich auf ihre Hofläden, „eine wertvolle Ergänzung zum Wochenmarkt“. Der Rathauschef betont: „Wir lassen nichts unversucht.“ Das Angebot zu steigern, sei immer wünschenswert. Zumal Edeka wegen Umbaus gerade zu hat und das Angebot einst größer war: Eine Metzgerei bot ihre Ware feil, ebenso wurden Blumen, Topfpflanzen, Tee verkauft. Vor 20 Jahren gab es laut Schäfer mehr als zehn Stände.

Der Fruchthof hinterlässt ein Loch, bedauert ebenso der Marktmeister Peter Vetter. Er sagt aber auch, dass die Zahl der Besucher gesunken sei, nachdem sich Aldi angesiedelt hatte. Wie sich die Wiedereröffnung des Edeka auswirkt, bleibe abzuwarten. Derzeit laufe der Markt „einigermaßen zufriedenstellend“ und rentiere sich für die Händler.

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