Wirtschaftsförderung Marion Beck hört in Weil der Stadt auf

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Marion Beck wechselt nach Herrenberg. Foto: Sabine Schreiber

Weil der Stadt - Nach fünf Jahren als Weil der Städter Citymanagerin zieht es Marion Beck weiter: Sie wechselt nach Herrenberg, wo sie als Nachfolge von Ralf Heinzelmann die neue Leiterin des Amts für Wirtschaftsförderung und Kultur werden soll. Dort hatte sie sich gegen rund 30 Mitbewerberinnen und Mitbewerber durchgesetzt und wurde vom Gemeinderat gewählt. Zu ihren Kernaufgaben bei der Herrenberger Wirtschaftsförderung werden Bestandspflege, Vermarktung von Gewerbeflächen, Standortmarketing und Gründungsförderung gehören. Wann genau der Wechsel ansteht, ist noch unklar, das werde im Moment noch verhandelt, so Beck. In Herrenberg will sich die 51-Jährige nun neuer Verantwortung stellen. Erhalten bleibt sie der Keplerstadt trotzdem – zumindest als Mitbürgerin.

Frau Beck, nach vielen Jahren als Citymanagerin in Weil der Stadt wechseln Sie nun als städtische Wirtschaftsförderin nach Herrenberg. Warum der Ortswechsel?

Den Ortswechsel nach Herrenberg tragen der Wunsch nach Weiterentwicklung und die Möglichkeit, mehr Verantwortung zu übernehmen. Diese berufliche Entwicklung zur Amtsleitung für den Bereich Wirtschaftsförderung und Kultur ist leider hier in Weil der Stadt so nicht möglich.

Herrenberg ist größer als Weil der Stadt, wirtschaftlich besser aufgestellt – sind das Aspekte, die Sie besonders gereizt haben?

Natürlich sind wir hier nicht besonders verwöhnt, wie man sich das aufgrund der finanziellen Situation der Stadt vorstellen kann. Wobei es immer eine Herausforderung war, mit wenig Mitteln gute Aktionen umzusetzen. Ich glaube, das ist mir mit dem Team zusammen in den vergangenen Jahren gelungen.

Welche Erfahrungen aus Weil der Stadt können Sie nach Herrenberg mitnehmen?

Da ich ursprünglich nicht aus der Verwaltung komme, war es anfangs spannend zu sehen, wie eine Verwaltung arbeitet, welche Empfindlichkeiten hier wichtig sind und vor allem wie erfolgreich Projekte mit Bürgerbeteiligung sein können. Die Erfahrungen mit Bürgern, Unternehmen und Institutionen waren durchweg bereichernd, und bei so vielen Vernetzungen lernt man tolle Menschen kennen. Diese Erkenntnisse werde ich auf jeden Fall mitnehmen.

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Die Coronapandemie hat auch beim Einzelhandel seine Spuren hinterlassen, in Weil der Stadt war die Situation ohnehin nicht einfach. Welche Hürden – und auch welche Chancen – sehen Sie diesbezüglich für die Stadt?

Die Situation des Einzelhandels sieht in den größeren Städten und Einkaufscentern viel schlechter aus als hier vor Ort. Zwar hat uns der Onlinehandel sicher Kunden und Umsatz genommen, bringt aber den Konsumenten zurück zu kleinen eigentümergeführten Unternehmen, die Sortimente anbieten, welche es nicht in jeder Stadt und in jedem Onlineshop zu kaufen gibt.

Wie sieht es mit Leerständen aus?

Wenn Sie die Weiler Innenstadt ansehen, konnten wir in den vergangenen Jahren so gut wie alle Leerstände neu vermieten. Wir haben ein neues Café, einen stylischen Blumenladen, der Barber-Shop bleibt und wechselt nur die Fläche. Besonders freut es mich, dass wir im Herbst ein neues Damenbekleidungsgeschäft in die Stuttgarter Straße bekommen. Die Coronakrise hat der Weiler Einzelhandel, Stand heute, mit einem blauen Auge überstanden.

Wie blicken Sie zurück auf Ihre Jahre in der Keplerstadt?

Auf eine super Zeit mit vielen Eindrücken, tollen Kollegen und vielen bereichernden Bekanntschaften. Und abgesehen davon bleiben wir im schönsten und kleinsten Ortsteil der Stadt, in Hausen, weiterhin wohnen.

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