Wimsheim, Mönsheim, Wurmberg und Friolzheim Vier Enzkreis-Gemeinden wollen Wasser-Verband

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Am Pumpwerk am Lerchenhof wird Wasser gefördert.. Foto: Andreas Gorr

Enzkreis - Wimsheim ist jetzt einen weiteren Schritt in Richtung einer engeren Zusammenarbeit mit den Nachbargemeinden in Sachen Wasserversorgung gegangen. Zusammen mit Mönsheim, Wurmberg und Friolzheim will Wimsheim den neuen Zweckverband Wasserversorgung Heckengäu gründen. Entsprechende Untersuchungen und Vorarbeiten dazu laufen schon seit Längerem. Doch zunächst müssen Wimsheim und Friolzheim ihren bestehenden, gemeinsamen Zweckverband auflösen. Der Wimsheimer Gemeinderat hat jetzt einen entsprechenden Beschluss gefasst.

Wie wichtig eine ausreichende, sichere und im Bedarfsfall gemeindeübergreifende Wasserversorgung für die Bevölkerung ist, wurde zuletzt wieder deutlich, als in Friolzheim kurzzeitig das Wasser knapp wurde. Grund war der Ausfall einer Pumpe am Eichbrunnen, die bei einer Revision abstürzte, ebenso wie die nachfolgend eingesetzte Ersatzpumpe. Hier war die schnelle Hilfe der Nachbarkommunen im Heckengäu nötig. Bis die Bodenseewasserversorgung einen Abzweig von einer bestehenden Leitung legte, brachten die Feuerwehr und das THW das kostbare Nass sogar mit Fahrzeugen aus den Nachbargemeinden in den Ort.

Weisbrich: Nicht nur auf einem Bein zu stehen

Dieser Eichbrunnen gehört zwar nicht zum Zweckverband Wasserversorgung Friolzheim-Wimsheim, sondern nur der Brunnen am Lerchenhof. Der Wimsheimer Bürgermeister Mario Weisbrich betonte aber, dass es wichtig sei, bei der Wasserversorgung nicht nur auf einem Bein zu stehen. „Unsere Wasservorkommen sind immer unstetiger geworden“, sagte er mit Blick auf die bisher erfolglosen Bohrversuche im Bereich des Lerchenbrunnens.

Eventuell sollen dort weitere Probebohrungen stattfinden. Er plädierte dafür, dass Wimsheim sich dem geplanten Zweckverband Wasserversorgung Heckengäu anschließt. Auf die Frage aus den Reihen des Gemeinderats, ob Wimsheim dann nicht an Einfluss bei der Wasserversorgung verliere, sagte Weisbrich: „Wir sind dann zwar eines von fünf Mitgliedern, aber wir haben in erster Linie ausreichend Wasser in guter Qualität. Und der Preis wird für alle einheitlich sein.“

Stadtwerke Pforzheim könnten auch mitmachen

Der Fünfte im neuen Zweckverband könnte neben den vier Kommunen die Stadtwerke Pforzheim sein, die Interesse an einer Mitwirkung bekundet haben. Die Stadtwerke könnten nicht nur ihr Know-how einbringen, sondern eventuell auch direkt Trinkwasser liefern. Laut Mario Weisbrich wird diese Mitwirkung von der vorbereitenden Arbeitsgruppe positiv gesehen. Der Entwurf einer Verbandssatzung liegt bereits vor und von der Kommunalaufsicht des Enzkreises wurde Zustimmung signalisiert.

Noch gebe es viele offene Fragen zu klären, sagte Mario Weisbrich, etwa welche Anlagen zum neuen Zweckverband gehören werden. Mit der jetzt vorgeschlagenen Zustimmung zur Gründung des neuen Zweckverbands sei diese noch nicht endgültig in Stein gemeißelt, betonte er. Fest steht aber, dass der Bereich Abwasser weiterhin bei den einzelnen Kommunen angesiedelt bleiben soll.

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