Weil der Stadt Keplerstadt will RegioRad-Standort werden

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In Leonberg gibt es bereits einen Verleih: Mit der S-Bahn ankommen, gleich aufs Fahrrad steigen. und das geliehene Gefährt an einer anderen Station wieder abgeben. Foto: Jürgen Bach

Weil der Stadt - Mit dem Fahrrad bequem von Leonberg nach Weil der Stadt radeln, den ausgeliehenen Drahtesel bei einer der beiden künftigen Stationen wieder zurückgeben, entspannt durch die Altstadt bummeln und dann mit der S-Bahn zurückfahren – so ein Ausflug kann bald möglich sein, wenn die Stadt im Sommer zwei Verleihstationen von RegioRad Stuttgart bekommt.

Schon seit Jahren wächst dieses Angebot mit inzwischen rund 1400 Rädern in der Region und vor allem entlang der S-Bahn-Haltepunkte. Im Altkreis Leonberg sind bereits Renningen, Rutesheim, Ditzingen und Leonberg selbst mit Rädern von RegioRad Stuttgart versorgt. Auch in den beiden Städten Böblingen und Sindelfingen stehen sie zur Nutzung für Pendler ebenso wie für Freizeitradler bereit. Und nun soll Weil der Stadt am Endpunkt der Bahnlinie S 6 ein weiterer Standort für dieses System von Leihrädern werden.

Die beiden Stationen am Bahnhof und direkt gegenüber des großen Einkaufszentrums in der Hermann-Schnaufer-Straße sollen jeweils neun Poller erhalten, vier davon mit einem Elektroanschluss.

Bestückt wird jede Station mit drei normalen Rädern und zwei Pedelecs, elektrisch angetriebenen Rädern. Bei einem Projektstart am 1. Juli 2021 rechnet die Stadt für die kommenden fünf Jahre mit Kosten von rund 94 000 Euro. So lange läuft auch ein Dienstleistungsvertrag mit dem Kooperationspartner DB Connect.

"Im Sommer gut, im Winter eher nicht" 

Durch die angestrebte Förderung im Programm „Zwei für eine“ des Verbands Region Stuttgart sollen die tatsächlichen Kosten aber unter 50 000 Euro für fünf Jahre liegen. Außerdem hofft die Kommune, an den Ausleihgebühren beteiligt zu werden.

Man habe bei den Stadtverwaltungen von Renningen und Rutesheim nachgefragt, wie dort das Angebot angenommen werde, sagte der Bürgermeister Christian Walter. Das Ergebnis ist durchaus absehbar: „Im Sommer gut, im Winter eher nicht.“ Während Stadträtin Silvia Tanczos-Lückge (SPD) das künftige Leihrad-Angebot in der Keplerstadt begrüßte, weil es auch für den Tourismus ein wichtiger Anreiz sei, meinte Bernd Laure (FWV), dass man das Geld besser in die Sanierung von Rad- und Feldwegen stecken solle, „dann hätten alle etwas davon.“

Für die Grünen meldete sich Sonja Nolte zu diesem Thema zu Wort und meinte, man begrüße das Konzept ebenfalls, solange es „kein Groschengrab“ werde. Es solle sowohl für Touristen als auch für die Bürger da sein.

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