Weil der Stadt Helmut Epple klagt gegen die Bürgermeisterwahl

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Helmut Epple klagt gegen das Wahlergebnis der Bürgermeisterwahl in Weil der Stadt im August. Foto: Lichtgut/Leif Piechowski

Weil der Stadt - Helmut Epple, der unterlegene Bewerber um den Bürgermeister-Posten in Weil der Stadt, legt Klage gegen die Wahl beim Verwaltungsgericht Stuttgart ein. Am Donnerstag habe er die Klageschrift eingereicht, berichtet Epple unserer Zeitung.
Damit ist klar: Am 2. November wird es in Weil der Stadt keine große Amtseinführung für den neuen Bürgermeister Christian Walter geben. Bis über die Klage entschieden ist, ist Walter lediglich „Amtsverweser“, wie es in der  Gemeindeordnung offiziell heißt. Er trägt damit den Titel Bürgermeister, hat aber noch nicht alle Rechte. Zum Beispiel darf der Amtsverweser nicht im Gemeinderat abstimmen.


Helmut Epple hatte beim zweiten Wahlgang am 16. August elf Stimmen, also 0,15 Prozent, bekommen. Beim ersten Wahlgang waren es 18 Stimmen (0,21 Prozent). Er vermutet Unrechtmäßigkeiten beim Ablauf der Wahl und hat dagegen bereits Widerspruch beim Kommunalamt des Landratsamts eingelegt. Nachdem das Landratsamt diesen Widerspruch abgewiesen hat, will er nun klagen.


Wie lange das Verfahren dauert, ist nicht absehbar. Das hängt auch davon ab, wie viele Instanzen Helmut Epple anruft. Auch bei der Bürgermeisterwahl  2018 in Rutesheim war der Weissacher Privatier angetreten und hatte anschließend dagegen geklagt. Die Siegerin Susanne Dornes konnte erst nach anderthalb Jahren regulär in ihr Amt eingesetzt werden. 

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