Vorbereitung zur Landtagswahl Stefanie Seemann trotzt der Konkurrenz

Von
Stefanie Seemann ist erneut die Direktkandidatin für den Enzkreis. Foto: Andreas Gorr

Renningen - Fünf Bewerber standen zur Auswahl, als es darum ging, einen Kandidaten der Grünen im Enzkreis für die Landtagswahl zu bestimmen. Dabei konnte sich die amtierende Abgeordnete Stefanie Seemann durchsetzen und wird bei der kommenden Landtagswahl erneut für den Wahlkreis 44 (Enzkreis ohne Ispringen, Birkenfeld, Engelsbrand und Kieselbronn) als Direktkandidatin auf dem Stimmzettel stehen. Als Ersatzkandidat wurde Bernd Kauffmann, selbstständiger Florist und Gärtnermeister aus Heimsheim, nominiert.

Außer Stefanie Seemann hatten noch vier weitere Bewerber ihren Hut in den Ring geworfen, darunter Jane Brosch aus Friolzheim. Die 44-jährige Maschinenbauingenieurin ist Fraktionsvorsitzende im Friolzheimer Gemeinderat für die Wählerinitiative BUNT. Die anderen Kandidaten waren die Lehrerin Christine Fischer aus Kämpfelbach, seit 2014 Gemeinderätin, der Unternehmer Marcel Hlawatsch aus Niefern-Öschelbronn und die Landwirtin Pina Stähle, Kreis- und Gemeinderätin aus Tiefenbronn.

Sieg im zweiten Wahlgang

„Trotz eines Radunfalls am Morgen war Stefanie Seemann aus Mühlacker auf die Minute fit“, heißt es im Bericht des Grünen-Kreisverbands. Die Abgeordnete verwies auf die Erfolge ihrer bisherigen Tätigkeit im Landtag, wie beim Zentrum für Präzisionstechnik in Pforzheim sowie der Biomusterregion Enzkreis und wendete sich dann den Zukunftsthemen wie der Verminderung des Flächenverbrauchs und der Gleichstellung der Geschlechter zu. Außerdem wolle sie sich weiterhin für Kunst und Kultur einsetzen. Stefanie Seemann stellte klar: „Wir stehen vor Jahrhundertaufgaben. Es ist notwendig, dass der Klimawandel nicht zur Klimakatastrophe wird, denn nur so erhalten wir die Lebensgrundlage der Menschheit und retten unseren Planeten.“

Im ersten Wahlgang in der Kulturhalle Remchingen verfehlte Stefanie Seemann knapp die absolute Mehrheit (26 von 52 Stimmen), im zweiten Wahlgang erhielt sie dann die absolute Mehrheit der stimmberechtigten Mitglieder. Christine Fischer wurde Zweitplatzierte.

Nahverkehr und Artenschutz

Stefanie Seemann ist seit 2016 Mitglied des Landtags. Die 61-Jährige ist Mitglied des Ausschusses für Wissenschaft, Forschung und Kunst, des Ausschusses für Soziales und Integration sowie des Petitionsausschusses. Ihre politischen Schwerpunkte hat sie in den Bereichen Ehrenamt, Nahverkehr, Artenschutz, Integration und Teilhabe sowie Frauenpolitik gesetzt.

„Biologische Vielfalt von Tieren, Pflanzen und Lebensräumen zu erhalten, ist die Voraussetzung für ein gutes Leben und erfolgreiches Wirtschaften“, ist die ausgebildete Landschaftsgärtnerin und fünffache Mutter überzeugt. Wichtig sei ihr dabei, die Landwirtschaft mitzunehmen. „Deshalb habe ich dafür gekämpft, dass der Enzkreis als eine der ersten Biomusterregionen ausgewählt wurde.“

Sie setzt sich für ein zweigliedriges Bildungssystem mit den Säulen Gymnasium auf der einen Seite sowie Haupt-, Werkreal-, Realschulen und Gemeinschaftsschulen auf der anderen Seite ein. Mit Sorge betrachtet sie, dass „mit dem zunehmenden Rechtsruck in der Gesellschaft in der Frauenpolitik mühsam Erreichtes wieder in Frage gestellt wird“.

Strohgäu Leonberg Rutesheim Weil der Stadt Renningen Weissach Enzkreis-Gemeinden

Sonderthemen