Unfallserie Unfall-Marathon auf der A8

Von Nathalie Mainka
Der Sattelzug fährt auf ein Auto – eine Frau wird schwer verletzt. Foto: / SDMG / Dettenmeyer

Gleich mehrere Unfälle auf der Autobahn A8 zwischen dem Autobahndreieck Leonberg und der Anschlussstelle Leonberg-Ost haben am Mittwoch in den frühen Morgenstunden den Verkehr komplett lahmgelegt. Teilweise war die Autobahn voll gesperrt, das sorgte auch auf den umliegenden Straßen für Staus.

Gegen 6.40 Uhr ereignete sich in Fahrtrichtung Karlsruhe der erste Unfall, an dem insgesamt sechs Fahrzeuge beteiligt waren. Laut Polizei wollte ein 48-jähriger Sattelzugfahrer vom mittleren auf den rechten Fahrstreifen wechseln, wobei er eine 24-jährige Audi-Fahrerin vermutlich übersah und deren Auto touchierte. Der Sattelzug blieb auf der mittleren Spur stehen.

Eine 24-Jährige wird leicht verletzt

Ein dahinter folgender Transporter bremste ab und kam rechtzeitig zum Stehen. Dies bemerkte aber wiederum ein Seat-Fahrer nicht schnell genug, er wollte rasch vom mittleren auf den linken Fahrstreifen ausweichen. Dabei stieß er mit einem Ford Transit zusammen. Durch den Aufprall wurde der Seat zurück auf die mittlere Fahrbahn geschleudert, streifte einen VW Golf und fuhr auf einen bereits stehenden Transporter auf.

Eine 24-jährige Frau erlitt leichte Verletzungen und wurde vom Rettungsdienst in ein Krankenhaus gebracht. Während der Unfallaufnahme waren der linke und der mittlere Fahrstreifen für rund 90 Minuten gesperrt. Der Seat und der Ford Transit waren nicht mehr fahrbereit und mussten abgeschleppt werden. Es entstand ein Sachschaden von etwa 30 000 Euro.

Etwa 20 Minuten später, kurz nach 7 Uhr, kam es auf der Gegenfahrbahn, also in Fahrtrichtung Stuttgart, beim Abzweig in Richtung Heilbronn, zu einem weiteren Unfall. Wie die Polizei berichtet, fuhr ein 53-jähriger Sattelzugfahrer mit nicht angepasster Geschwindigkeit auf den Fiat einer 32-jährigen Frau auf. Durch die Wucht des Aufpralls wurde deren Auto auf einen Citroën aufgeschoben, und dieser auf einen weiteren Pkw.

Mit dem Hubschrauber in die Klinik

Die 32-Jährige und der Citroën-Fahrer erlitten schwere Verletzungen. Die Frau wurde in ihrem Fahrzeug eingeklemmt und musste von der Feuerwehr befreit werden. Der angeforderte Rettungshubschrauber flog sie in ein Krankenhaus. Die zweite schwer verletzte Person wurde vom Rettungsdienst in ein Krankenhaus gebracht. Der Sattelzug, der Fiat und der Citroën waren nicht mehr fahrbereit und wurden abgeschleppt. Während des Einsatzes war die Autobahn im Bereich der Unfallstelle voll gesperrt. Erst erst kurz nach 10 Uhr floss der Verkehr wieder über alle Fahrstreifen. Die Leonberger Feuerwehr war mit fünf Fahrzeugen und 19 Personen im Einsatz. Allerdings konnten sich diese nur mit großer Mühe den Weg zum Unfallort bahnen. „Wir hatten große Probleme, durch die Rettungsgasse zu kommen“, sagte der Hauptkommandant Wolfgang Zimmermann und appellierte in diesem Zug an die Verkehrsteilnehmer für mehr Rücksicht.

Während der Bergungsmaßnahmen gab es gegen 7.20 Uhr einen weiteren Unfall in Richtung Karlsruhe. Im bereits bestehenden Rückstau wollte ein 27-jähriger Mercedes-Fahrer auf den mittleren Fahrstreifen wechseln und touchierte einen Sattelzug. Es entstand ein Sachschaden von etwa 2000 Euro.

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