Tote Lämmer in Leonberg Peta setzt Belohnung aus

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Vier Lämmer sind in der Nacht auf Sonntag nahe des Westanschlusses getötet worden. Foto: pixabay.com

Leonberg - Die nächtliche Tötung von vier Lämmern auf einem Gartengelände westlich der A 8 in Nähe der Abfahrt Leonberg-West hat für viel Aufsehen gesorgt. Jetzt setzt die Tierrechtsorganisation Peta eine Belohnung von 1000 Euro aus für Hinweise, die zur Ergreifung der Täter führen.

„Wir möchten helfen, die Tierquäler zu überführen“, sagt Judith Pein von Peta. „Die Täter müssen zur Rechenschaft gezogen und weitere Übergriffe auf Schafe verhindert werden. Es kann nicht sein, dass jemand wehrlose Tiere grausam tötet und ihre Körper stiehlt.“ Die Organisation fordert „für überführte Tierquäler strenge juristische Konsequenzen. So kann eine abschreckende Wirkung erzielt werden.“

Köpfe abgetrennt

In der Nacht zum Sonntag waren bislang Unbekannte auf das Gartengrundstück gelangt, indem sie vermutlich einen Zaun überfahren haben. Nach jetzigem Ermittlungsstand schächteten sie vier Lämmer, möglicherweise im Rahmen eines Rituals, und trennten ihnen die Köpfe ab. Drei der Tiere, so vermutet die Polizei, nahmen sie noch am Tatort aus und ließen die Überreste liegen. Das vierte Schaf konnten die Täter nicht mehr ausweiden. Offenbar wurden sie am Tatort gestört.

Ein Nachbar entdeckte am Sonntagmittag die grausige Tat. Auch er gehört zu den Geschädigten: Auf seinem Gelände hatten die Täter die Hütte durchsucht und eine Propangasflasche gestohlen.

Bis zu drei Jahre Haft

Erst an Ostern war ein Schaf in Kornwestheim geschächtet worden. Im vergangenen Oktober wurde ein geschächtetes Tier am Schopflochberg entdeckt, ein weiteres Schaf ist vermutlich gestohlen worden. Die Polizei ermittelt nun wegen des Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz. Nach dem Paragrafen 17 kann Tierquälerei mit einer Geldstrafe oder Haft von bis zu drei Jahren geahndet werden.

Die Organisation Peta, die auch wegen umstrittener Aktionen in die Schlagzeilen gekommen ist, verweist in dem Zusammenhang darauf, dass Psychologen, Forscher, Gesetzgeber und Gerichte dem Tierschutz deutlich mehr Priorität beimessen als in früheren Jahren.

Hinweise
an das Polizeipräsidium Ludwigsburg, Arbeitsbereich Umwelt, 0 70 31 / 13 25 00.

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