Tischtennis Eine halbe Runde wird ersatzlos gestrichen

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Leonberg - Klarheit im Tischtennissport: Die aktuelle Saison in den Verbands- und Bezirksspielklassen wird nach der Entscheidung des baden-württembergischen Tischtennisverbands zumindest bis Jahresende unterbrochen und im neuen Jahr als Einfachrunde fortgesetzt. Die Ballkünstler im Bezirk Böblingen zeigten sich ob dieses Beschlusses keineswegs überrascht, vielmehr hofft man auf eine Rückkehr zur Normalität im neuen Jahr.

Offen ist derweil, wie sich die Fortsetzung der Runde ab 2021 gestaltet. Hierüber wollen sich die Verbandsverantwortlichen jetzt im Dezember die Köpfe zerbrechen. Nämlich dann, wenn möglicherweise feststehen sollte, welches Zeitfenster für die Durchführung der noch ausstehenden Begegnungen der ersten Halbserie zur Verfügung steht.

Sporthallen sind ohnehin geschlossen

Kann bereits im Januar wieder Wettkampfsport betrieben werden, sodass ein „normales“ Saisonende bis Ende April problemlos möglich ist? Oder wird auch der Beginn des neuen Jahres Corona-bedingt noch schleppend verlaufen, und die abgespeckte Saison muss womöglich bis in den Juni hinein verlängert werden? „Ziel ist es, den Vereinen bestmögliche Planungssicherheit zu geben“, heißt es in der offiziellen Verlautbarung des Verbands. „Natürlich wäre es mir lieber gewesen, wenn es im Dezember wieder losgegangen wäre, aber angesichts der derzeitigen Corona-Lage war das wohl keine Option“, sagt Weil der Stadts Abteilungsleiter Thomas Verleih, „zumal in den allermeisten Gemeinden die Sporthallen sowieso nicht zur Verfügung gestanden hätten.“

Unisono begrüßen die Bezirksvertreter die Umstellung der Saison auf eine Einfachrunde, in der einmal „Jeder gegen Jeden“ spielt und dann eine Wertung erfolgt. „Die Lösung einer Halbrunde sehe ich als sehr gute Alternative an, auch wenn manche vielleicht sagen, dass dies sportlich unfair sei oder Mannschaften benachteilige“, sagt Leon Diehl vom SV Leonberg/Eltingen, der in seiner Funktion als Ressortleiter Mannschaftssport im Bezirk weiß, dass man es grundsätzlich nicht allen recht machen kann. „Eine herkömmliche Doppelrunde lässt sich in der verbleibenden Zeit nicht sinnvoll durchführen“, meint Thomas Verleih. So gibt es zuhauf Mannschaften, die aktuell noch fünfzehn oder mehr Partien zu absolvieren hätten.

Auf der Suche nach Alternativen

Leon Diehl verweist mit Skepsis auf die Entwicklung des Impfstoffs. „Mit der aktuellen Politik werden die Gemüter nur kurzfristig beruhigt. Da viele Unternehmen im Rennen um einen wirksamen Impfstoff involviert sind, glaube ich, dass zu voreilig gehandelt wird. Das könnte wieder für schlimmere Zustände sorgen. Ich hoffe auf vernünftige, nachhaltige politische Entscheidungen.“ Thomas Verleih sieht eine 70-prozentige Chance zur Durchführung der halbierten Saison.

Nicht von der Hand zu weisen sind die Probleme, die der zweite Lockdown in der Nachwuchsarbeit mit sich bringen kann. „Ich mache mir da durchaus Sorgen. In Oberjettingen hatten wir uns eine gute Situation erarbeitet, diese droht immer mehr dahin zu schmelzen. Wir und auch andere Vereine werden mittelfristig die Auswirkungen zu spüren bekommen“, sagt Vorstandsmitglied Michael Knof.

Während die Schläger zumeist in der Tasche bleiben, sucht man derweil nach Alternativmöglichkeiten. Mit Radfahren auf dem Hometrainer hält sich Thomas Verleih fit. Bei Leon Diehl blieb es bislang beim Vorsatz: „Ich war zuletzt recht faul, deshalb habe ich jetzt für den Dezember eine Wette mit meiner Partnerin abgeschlossen. Nicht, dass ich wieder drei Kilogramm durch den Verzehr von Weihnachtsplätzchen zulege.“

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