Tiefgarage unter der Altstadt Was wurde getan?

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234 000 Euro haben die Stadtwerke Leonberg seit der Übernahme investiert: in Gebäudereinigung, Lüftung, Brandschutz, Gaswarnung Notfallpläne, akustische Anlagen, aber auch in neue Beleuchtung und Glasfaser.

Weitere 126 400 Euro werden in diesem Jahr investiert. Die Brandmeldeanlage wird ausgebaut, neue Löschwasserleitungen installiert, das Parkhausbüro neu ausgestattet. Unter „Anstehende Maßnahmen“ sind weitere Posten ohne Zeitpunkt aufgeführt, die mit insgesamt 2,05 Millionen Euro veranschlagt sind.

Zusammenbruch für 2013 prognostiziert

Darunter allein eine Million für die Betonsanierung. „Das Thema verfolgt mich schon, seit ich bei der Stadt angefangen habe“, sagt der Erste Bürgermeister, der qua Amt Betriebsleiter der Stadtwerke ist. „Ich erinnere mich an eine E-Mail von damals, die prognostizierte, dass uns das Parkhaus 2013 zusammenbricht“, erzählt Vonder­heid. Probebohrungen jüngeren Datums hätten gezeigt, dass das winterliche Streusalz, das über Autoreifen eingetragen wird, zwar die Armierung schon in Mitleidenschaft gezogen hätte. „Ich würde mit der Betonsanierung aber gern noch etwas warten. Denn dabei kann man sehr viel Geld begraben“, meint der Bürgermeister.

Ob man jetzt ein Top-Parkhaus habe, diese Frage stellt Ottmar Pfitzenmaier, der SPD-Chef im Gemeinderat. „Am Ende des Tages haben wir ein vernünftiges Parkhaus“, findet Ulrich Vonderheid. Immer wieder wird Kritik laut an der Parkkaverne. Zu dunkel, zu schmutzig, zu tief im Berg. Das von den Stadtwerken eingeführte Parkschein-System ohne Schranken verstehen viele nicht. Und für den schnellen Weg zum Bäcker ist vielen das Parken in der Tiefgarage zu umständlich. Selbst wenn es dank Brötchentaste für 30 Minuten kostenlos ist – wegen der Baustelle auf der B 295 derzeit sogar für zwei Stunden.

Was steht noch an?

Größere Vorhaben in naher Zukunft sind die Video-Überwachung (auch im Parkhaus am Bahnhof) und die Erneuerung aller vier Aufzüge. Ein weiterer großer Posten ist ein Löschwasservorrat im Bereich Seedammcenter. 45 000 Euro sind zudem eingestellt für die Verschönerung der vier Zugänge, weitere 15 000 Euro für die Beschilderung und ein Leitsystem. Denn ortsfremde Besucher beklagen zudem immer wieder, dass sie die Zugänge mit den Aufzügen nicht mehr wiederfinden.

Eines macht dem Ersten Bürgermeister indes Hoffnung: „Das Parkhaus ist besser frequentiert, als man glauben mag“, sagt Ulrich Vonderheid. Eine entsprechende Bilanz will er nach der Sommerpause vorlegen.

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