Tennis Niederlage ist kein Beinbruch

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Maxima Reule sammelt erstmals Erfahrungen in der Regionalliga. Foto: Andreas Gorr

Leonberg - Es ist in diesem Sommer – Corona bedingt – eine besondere Tennis-Saison unter besonderen Voraussetzungen. Eine Teilnahme basiert auf Freiwilligkeit, und es gibt grundsätzlich keine Absteiger. Die Frauen des TC Leonberg haben sich entschieden, anzutreten. Allerdings ohne ihre Top-Spielerinnen aus Spanien oder Chile. „Daher ist es auch absehbar, dass wir sportlich nicht ganz so gut aufgestellt sind wie wir es sein könnten“, sagt der Trainer Yannick Offermans, der selbst für die TCL-Herren in der Oberliga spielt. Und so war es auch keine Überraschung, dass die Leonberger Regionalliga-Frauen zum Auftakt gegen den Aufsteiger TV Reutlingen – ebenfalls ohne Verstärkung aus dem Ausland – eine 0:9-Heimniederlage erlitten. Zumal auch noch einige Leistungsträgerinnen verhindert waren. Die Gastgeberinnen traten daher nur mit vier Frauen an, mussten zwei Einzel von vornherein abgeben und standen so schon mit dem Rücken zur Wand. „Wenn man das frühzeitig mit dem Gegner abspricht, ist das in dieser Saison kein Problem“, so Offermans.

Stefanie Stemmer, die normalerweise hinter den ausländischen Spielerinnen auf Position vier gesetzt und jetzt die Nummer eins im Team ist, verlor mit 0:6 und 3:6 gegen Ana Maria Linsenbolz. Birte Langenstein zog sich eine Schulterverletzung zu, kämpfte gegen Tanja Winkler trotzdem wacker bis zum Ende und konnte auf Grund der Schmerzen ihre Aufschläge nur noch von unten machen. „Sie wollte für die Mannschaft auf den Platz“, sagt Offermans. Den ersten Satz verlor die Leonbergerin mit 2:6, den zweiten gewann sie mit 6:4, hatte im Tiebreak sogar einen Matchball, unterlag dann mit 9:11. Die junge Maxima Reule, die aus Gerlingen nach Leonberg kam, sowie Julia Reichert gaben ebenfalls ihre Punkte ab. Nach einem 0:6-Zwischenstand war die Niederlage bereits besiegelt, die Doppel nur noch reine Formsache.

Trainer und Mentalcoach

„Ich sehe diese Saison auch als Chance für junge Spielerinnen, die normalerweise in der zweiten Mannschaft zum Einsatz kommen“, sagt der Warmbronner Yannick Offermans, der vor einigen Jahren den Schritt gewagt hatte, im Profizirkus Luft zu schnuppern. Davon kam er allerdings recht schnell wieder ab, spielte dann noch beim TV Reutlingen in der Zweiten Bundesliga und setzte ein Jahr aus gesundheitlichen Gründen komplett mit dem Tennis aus. Im vergangenen Jahr holte ihn der ehemalige Leonberger Trainer Martin Sinner in das Männer-Team, das dann den Aufstieg in die Oberliga feierte. In der Zwischenzeit hat der 28-Jährige zwei berufliche Standbeine. Er machte seinen Trainerschein, betreut seit dieser Saison die Leonberger Damen. Und er ließ sich zum Persönlichkeitstrainer und Mentalcoach ausbilden, hat seine Schwerpunkte sowohl im Sport- als auch im Business-Bereich. „In meiner aktiven Zeit als Tennis-Profi hatte ich selbst einen Mentalcoach und schon damals den Plan, selbst diesen Weg einzuschlagen.“

Verbandsliga Damen, Gruppe 13

TA TSV Bietigheim – TSC Renningen 2:7

Mit einem 7:2-Sieg starteten die Frauen des TSC Renningen in die neue Sommerrunde. Ivonne Juric, Katharina Rothacker, Corinna Schindler und Julia Hesse legten mit ihren Einzel-Erfolgen den Grundstein. Drei Siege gab es dann noch in den Doppeln.

Die Spiele am Sonntag, 5. Juli:

Oberliga Herren TC Leonberg – TV Reutlingen III (10 Uhr); Verbandsliga Herren TC Bad Friedrichshall – TC Hirschlanden (10); Verbandsliga Damen TEV R.W. Fellbach – TSC Renningen (10)

Tennisbezirk A

Bezirksoberliga Herren TC Hirschlanden II – TC Erdmannhausen (14), TC Oberstenfeld II – TC Ditzingen (14); Bezirksoberliga Damen TC Hirschlanden – TC RW Bönnigheim (10)

Tennisbezirk C

Bezirksoberliga Herren TA VfL Sindelfingen III – TC Rutesheim (10); Bezirksoberliga Damen TC Weissenhof – TC Rutesheim (10)

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