Tennis Jugend Cup Klare Verhältnisse im Junioren-Finale

Von Peter-M. Zettler und Andreas Klingbeil
Jugend-Cup-Sieger Liam Gavrielides lässt den Gegner mit seinem druckvollen Spiel laufen. Foto: Andreas Gorr

Renningen - Liam Gavrielides heißt der Sieger des Tennis Jugend Cups 2021. Auf der Anlage des TSC Renningen siegte der 17-jährige Ludwigsburger im Finale des ITF-Turniers mit 6:3 und 6:1 gegen den 16-jährigen Pforzheimer David Fix, der zwei Jahre zuvor noch ganz oben auf dem Siegertreppchen der U 14-Konkurrenz stand.

Der hoch aufgeschossene Gavrielides, in Stuttgart geborener und in Ludwigsburg aufgewachsener Sohn eines zyprischen Vaters und einer schwäbischen Mutter, dominierte den laufstarken Pforzheimer im baden-württembergischen Duell nach Belieben. Gavrielides ist die Nummer 6 der deutschen Jugendrangliste und steht in der Junioren-Weltrangliste derzeit auf Platz 70. Tendenz steigend. Auf seinem Weg zum Turniersieg hat er Spieler aus der Schweiz, aus Lübeck, aus Schweden und Argentinien ausgeschaltet. In diesem Jahr ist der Schwabe mit dem TC BASF Ludwigshafen in die 1. Bundesliga aufgestiegen.

Juniorinnen liefern sich Hitzeschlacht

Bei den U-18-Juniorinnen gab es ebenfalls ein deutsch-deutsches Duell: Die 16-jährige Hamburgerin Ella Seidel besiegte die 17-jährige Joëlle Steur (Versmold) in einer fast dreistündigen Hitzeschlacht mit 6:4, 4:6 und 7:5. Ella Seidel stand auch im Doppel-Finale, das sie an der Seite der Fürtherin Carolina Kuhl gegen die belgisch-britische Paarung Amelia Waligora und Ranah Stoiber allerdings im Match-Tiebreak verlor. „Ich konnte schlicht und einfach nicht mehr“, sagte die Hanseatin nach dem Match.

Für Peter Pfannkoch ist es kein Zufall, dass die Zuschauer rein deutsche Finals zu sehen bekommen haben und unabhängig davon, dass coronabedingt einige Spitzenspieler aus dem Ausland nicht vor Ort waren. Der Bundestrainer, derzeit bei den Junioren für die Altersgruppe U 14 zuständig, sieht die besseren Rahmenbedingungen im Nachwuchsbereich als Hauptgrund für die gute Entwicklung: „Wir verfügen durch das Bundesinnenministerium und den Deutschen Olympischen Sportbund über stärkere Budgets und können jetzt sehr intensiv mit den Spielern arbeiten.“

Blockarbeit an Stützpunkten

Vor fünf bis sechs Jahren sei es in diesen Dimensionen losgegangen, sagt Pfannkoch, der direkt von der U 14-Weltmeisterschaft aus Tschechien zum Jugend Cup kam und dort die gesamte Woche blieb. Wichtiger Baustein ist dabei die Arbeit in drei- bis vierwöchigen Blöcken, in denen die Spieler an neutralen oder ihren Heimatstützpunkten ganz gezielt an ihren Stärken und Schwächen arbeiten. Die beiden Finalisten bei den Junioren kennt der ehemalige Profi genau. Kein Wunder, dass er den Ausgang des Endspiels deshalb voraussagen konnte. „Ich glaube, dass Liam Gavrielides im Vorteil ist“, hatte der Coach prophezeit.

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