Tennis in Renningen und Rutesheim Lokalmatador schlägt die Nummer eins

Von Peter-M. Zettler und Andreas Klingbeil
Im U 18-Turnier in Renningen hat Aaron Funk den vermeintlich schwersten Brocken aus dem Weg geräumt. Foto: Pixabay

Renningen/Rutesheim - Der Gesichtsausdruck des jungen Polen Bruno Kokot war leicht verkniffen, als er zum Händeschütteln ans Netz kam. Sekunden zuvor hatte ihn Lokalmatador Aaron Funk vom TSC Renningen mit einer krachenden Vorhand 6:3, 6:4 aus dem Tennis-Europe-Turnier U 16 im Rahmen des Jugend Cups in Renningen und Rutesheim geworfen. „Ich bin mit viel Selbstvertrauen ins Match gegangen“, strahlte Funk nach dem Matchball. „Ich war zu keiner Zeit nervös und habe immer an mich geglaubt.“

Der Sieg des Renningers sollte die einzige faustdicke Überraschung am ersten Spieltag der TE-Turniere bleiben. Ansonsten dominierten die Favoritinnen und Favoriten. Erfreulich war, dass sich einige Akteure aus der Region bei ihrer internationalen Premiere durchsetzen konnten: So schlug der Renninger Matwej Popov den Österreicher Christian Streicher 6:2, 6:1. Kent Müller vom TEC Waldau Stuttgart, Spross einer großen Tennisfamilie, besiegte den Franzosen Lucas Mommes 6:2, 6:1, und die Pforzheimerin Julia Fix, die kleine Schwester von David Fix, dem Sieger von 2019, gewann gegen die Niederländerin Dallas Janssen locker 6:1, 6:3.

Aus in der Qualifikation

Mit Hans-Dieter „Fidi“ Beutel erlebte ein ehemaliger deutscher Davis-Cup-Spieler in der ITF-Qualifikation U 18 den Sieg seines Schützlings Andre Nemeth. Beutel ist beim Württembergischen Tennis-Bund für die Betreuung der Leistungsspieler zuständig. Mit dem Auftritt Nemeths konnte der ehemalige Wimbledon-Finalist bei den Junioren zufrieden sein: Der Waiblinger schlug Nicklas Gierl vom TC Rutesheim relativ locker 6:3, 6:2. Auch der top gesetzte Belgier Lars Goran Verwerft ist schon draußen. Der Heidelberger Philipp Rein qualifizierte sich durch ein 6:4, 6:3 für das Hauptfeld.

Wie der Versuch zu bewerten ist, mit U 14 und U 16-Ranglistenturnieren des Deutschen Tennis Bundes die zurückgehenden Zahlen in der Qualifikation zum Tennis Europe-Wettbewerb aufzufangen, kann Turnierdirektor Peter Rohsmann zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht sagen. „Wir werden uns nach Turnierende zusammensetzen und dann darüber diskutieren, ob es einen Mehrwert für uns hat.“ Fakt ist: die weibliche U 16-Konkurrenz ist gar nicht erst zustande gekommen. Bei den Jungs war das Achtelfinale lediglich mit zehn Spielern besetzt, dafür aber in der Altersklasse U 14 voll. Bei den Mädchen U 14 gab es in der Runde der letzten 16 auch noch sechs freie Plätze.

Ditzingerin gewinnt das Finale

Sportlich gesehen durften sich besonders die Teilnehmer aus dem Altkreis Leonberg über das neue Angebot freuen. Die an Position eins gesetzte Angelina Schmidt vom TC Ditzingen setzte sich im Finale der Altersklasse U 14 gegen Julia Brandt (TK Ulm) mit 6:4 und 6:1 durch. Bei den Jungs U 14 schaffte es der ebenfalls an Nummer eins gesetzte Luka Cakic (TC Hirschlanden) mit klaren Zweisatz-Siegen bis ins Finale, musste sich dort aber Pablo Julia Calac (TC Markwasen Reutlingen) mit 1:6 und 2:6 beugen.

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