Tennis in Leonberg Das Team zeigt sich als Einheit

Von
Punktegarant für den TC Leonberg: Urs Thurau ging in sechs Einzeln und fünf Doppeln als Sieger vom Platz. Foto: Andreas Gorr

Leonberg - Aus einem sind plötzlich fünf Jahre geworden. Nach dem Abstieg aus der Oberliga im Jahr 2014 sollte der direkte Wiederaufstieg folgen. Das jedenfalls hatte der Trainer Martin Sinner angestrebt, als er 2015 beim TC Leonberg begann. Zwei Vizemeisterschaften hat es in den fünf Jahren Verbandsligazugehörigkeit gegeben. Jetzt, da er im September den TC Leonberg verlässt, um in einer kommerziellen Tennisanlage in Konstanz eine neue Herausforderung zu suchen, hat es dann doch noch geklappt. Die TCL-Herren haben ihre Gruppe mit sechs Siegen in sechs Spielen dominiert und den Aufstieg damit perfekt gemacht.

Die Überlegenheit wurde mit dem 8:1 am letzten Spieltag beim bis dahin ebenfalls verlustpunktfreien Konkurrenten TC Urbach deutlich. „Das war nicht ganz so klar wie es das Ergebnis vermuten lässt“, schränkt der Mannschaftsführer Jürgen Friedrich ein. „Die haben ein bisschen taktiert. Die Nummer eins war verletzt. Sie haben ihn aber trotzdem reingestellt, damit die anderen nicht aufrücken müssen.“ Yannick Offermans kam somit kampflos zu seinem Punkt. Als es nach den Einzeln 5:1 stand, verzichtete Urbach auf die drei Doppel. Leonberg hätte gerne noch gespielt.

Starke Neuzugänge

Mit den beiden Neuzugängen in dieser Saison, Yannick Offermans und Jimmy Yang hat die Mannschaft an Qualität gewonnen. Die Bilanzen belegen das eindrucksvoll. Jimmy Yang, in allen sechs Spielen eingesetzt, gab weder im Einzel noch in den Doppel-Partien einen einzigen Satz ab. Bei dem ehemaligen Bundesligaspieler Offermans stehen 4:2-Einzel-Siege und sechs gewonnene Doppel-Begegnungen zu Buche. Keinen Deut schlechter sieht es bei Urs Thurau (6:0 Einzel/5:1 Doppel) und Christian Cyranowski (5:1/2:1) aus.

Es ist aber nicht nur die sportliche Qualität, die den Ausschlag gegeben hat. Die Mannschaft ist richtig zusammengewachsen, weil sich die Spieler auch oft auf dem Trainingsplatz gesehen haben. So haben es unter anderem Offermans (Warmbronn), Yang (Stuttgart-West), Cyranowski (Stuttgart-Vaihingen) oder Jürgen Friedrich (Leonberg) nicht weit bis zum TCL-Gelände. „Die Präsenz von der Mannschaft im Club ist in diesem Jahr viel größer“, sagt der Mannschaftsführer.

Einsatz am letzten Spieltag

Zum Einsatz kamen außerdem Luka Stefanovic (3:0/2:1), Carl Moritz Beck (2:0/3:0) und Nikola Ciric (1:0/1:0), der, um bei der Mission Meisterschaft ganz sicher zu gehen, den letzten Spieltag bestritt. Der Serbe rechtfertigte seine Aufstellung, als er im Match-Tiebreak einen Matchball mit einem Service-Winner abwehrte, den dritten Satz gewann und den Punkt für Leonberg holte.

In den Kreis der Etablierten sollen auch die Nachwuchsspieler langsam integriert werden. In dieser Saison durften im ersten Spiel der 15-jährige Lenn Hoffmann (er gewann sein Einzel) und in der zweiten Begegnung Maximilian Pieper (siegte im Doppel mit Christian Cyranowski) hineinschnuppern.

In der Breite besser aufgestellt

Der Mannschaftsführer Jürgen Friedrich, der das Team an den Spieltagen betreute und selbst auf dem Platz stand, ist überzeugt davon, dass der TC Leonberg in dieser Besetzung in der Oberliga bestehen kann: „Auch wenn es drei Absteiger gibt und der Unterschied zwischen Verbands- und Oberliga groß ist: In der Breite sind wir jetzt viel besser aufgestellt.“

Strohgäu Leonberg Rutesheim Weil der Stadt Renningen Weissach Enzkreis-Gemeinden

Sonderthemen