Tennis Die Doppel punkten allesamt im Tiebreak

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In ihrem ersten Match für den TC Leonberg punktet Neuzugang Ivana Popovic im Einzel und im Doppel. Foto: Andreas Gorr

Leonberg - Es kann nicht nur Glück sein, wenn eine Mannschaft in fünf Partien, die erst im Tiebreak entschieden werde, fünfmal die Oberhand behält. Die Damen des TC Leonberg haben in ihrem Auftaktmatch der Regionalliga Süd-West gegen Post Südstadt Karlsruhe auch eine Menge Nervenstärke und starke Physis bewiesen. Zwei wichtige Komponenten, die am Ende zum 6:3-Erfolg auf eigenem Platz geführt haben. Der Trainer Martin Sinner wollte dennoch nicht verhehlen: „Da war schon viel Glück dabei. Aber wir sind immer positiv geblieben.“

Schon in den Einzeln ging es zweimal über die volle Distanz. Stefanie Stemmer setzte sich gegen Jana Leder mit 7:6, 1:6 und 10:4 durch. Die mehrfache Senioren-Weltmeisterin Susi Fortun lieferte sich mit Emily Raidt einen Kampf auf Biegen und Brechen und behielt schließlich mit 6:7, 7:6 und 10:5 die Oberhand. „Das war eine grandiose Leistung“, sagte Sinner. Den dritten Punkt steuerte der Neuzugang Ivana Popovic bei. Die Kroatin bezwang Alexandra Damaschin mit 6:3 und 6:4.

Das Spitzendoppel wehrt Matchbälle ab

In den drei Doppeln trieben es die Leonbergerinnen dann auf die Spitze. Jeweils der erste Satz ging an die Gegnerinnen. Claudia Hoste Ferrer und Stefanie Stemmer hatten sogar schon Matchbälle gegen sich. Die wurden jedoch allesamt abgewehrt, und plötzlich wendete sich das Blatt. „Die Karlsruherinnen waren auf einmal wie gelähmt“, stellte Martin Sinner fest. Hoste Ferrer/Stemmer drehten ihre Partie gegen Alexandra Damaschin/Rachel Girard zum 5:7, 7:5 und 10:4. Ivana Popovic und Susi Fortun punkteten zum 4:6, 6:4 und 10:7. Cristina Mayorova-Bakhtina und Zina Bretzel, die für die nach einem 0:6, 0:6 im Einzel entnervte Dimitra Tsatsa zum Einsatz kam, feierten ein 3:6, 7:5 und 10:6.

Der Aufstellungspoker vor den Doppeln ist somit an die Gastgeberinnen gegangen. Martin Sinner würde deshalb aber nicht auf die Idee kommen, sich als begnadeten Kartenspieler zu bezeichnen: „Ich spiele Poker manchmal aus Spaß – aber nicht gut.“ Wenn es nur nach ihm gegangen wäre, hätte der Coach eine andere Zusammensetzung der Doppel gewählt. Die Entscheidung fiel nach Absprache mit den Spielerinnen – es war die richtige.

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