SV Leonberg/Eltingen SV-Vorstand: Hackert sieht keine Basis mehr

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Michael Hager, Harald Hackert (von links): Keine Basis mehr für eine weitere Zusammenarbeit im Vorstand. Foto: Pressefoto Baumann

Leonberg - Die 111 Delegierten des SV Leonberg/Eltingen haben das Wort. Zum ersten Mal in der Geschichte des Fusionsclubs (ehemals TSV Eltingen und TSG Leonberg) sind sie am heutigen Abend (19 Uhr) im Restaurant Eltinger Hof dazu aufgerufen, einen komplett neuen Vorstand zu wählen. Nach dem offiziellen Zusammenschluss zum 1. Januar 2018 waren bis jetzt die Verantwortlichen der beiden ehemaligen Vereine im Vorstand vertreten.

Auf der Kandidatenliste stehen fünf Namen. Michael Hager (ehemals Vorsitzender TSV Eltingen) bewirbt sich auf den Chefposten des SV Leonberg/Eltingen. Manfred Buck (Referent für Finanzwesen und Verträge), Matthias Groß (Referent für Liegenschaften/Technik), Michaela Feller (Referentin für Finanzbuchhaltung und Personalwesen) und Markus Ensmann (Referent für Sportbetrieb) sind für die weiteren vier Posten vorgesehen.

Kommunikationsprobleme im Vorstand

Ein Name fehlt. Der ehemalige Vorsitzende der TSG Leonberg, Harald Hackert, hat sich dazu entschlossen, nicht zu kandidieren. Das Tischtuch zwischen ihm und Michael Hager ist zerschnitten. „Es gab und gibt Kommunikationsprobleme. Es liegt aber auch stark im persönlichen Bereich“, begründet der 56-Jährige seinen Schritt. Seit 2011 stand er an der Spitze der TSG Leonberg, war zuvor lange Jahre stellvertretender Abteilungsleiter im Turnen und Schriftführer im TSG-Vorstand.

Zuletzt hat Harald Hackert an der ehrenamtlichen Vorstandsarbeit zunehmend den Spaß verloren. Er kritisiert, in Personalentscheidungen nicht mit eingebunden und bei Vertragsunterzeichnungen in Kreditangelegenheiten nicht informiert worden zu sein. Auch inhaltlich kann er mit den Entscheidungen zum Teil nicht mitgehen. Die Vereinsjugendleitung – Vorsitzende dieses Gremiums ist seine Tochter Anabel Hackert – gehört seiner Meinung nach in den geschäftsführenden Vorstand. Die Mehrheit stimmte gegen ihn. „Das ist kein Weltuntergang, aber ein falsches Signal“, sagt Hackert. Im Übrigen drehe sich derzeit zu viel um den Bau des Sportvereinszentrums. „Wenn man das dann in Summe sieht, macht das keinen Spaß mehr. Es ist ja schließlich auch Freizeit, die man da hineinsteckt.“

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