Stuttgarter Autobauer Daimler steckt sich höhere Ziele für Elektroautos

Von
Autobauer Daimler rechnet mit einem Ende des Verbrennermotors zum Ende dieses Jahrzehnts. (Archivbild) Foto: imago images/Arnulf Hettrich/Arnulf Hettrich via www.imago-images.de

Frankfurt - Daimler wappnet sich für das Aus von Verbrennerautos bis zum Ende dieses Jahrzehnts, macht das aber von der Entwicklung der Nachfrage abhängig. „Der Wendepunkt rückt näher, und wir werden bereit sein, wenn die Märkte bis zum Ende des Jahrzehnts vollständig auf Elektroautos umstellen“, sagte Ola Källenius, Vorstandschef von Daimler und Mercedes-Benz am Donnerstag. Ein Absatzziel für reine Elektroautos definierte Mercedes-Benz Cars & Vans nicht, verdoppelte aber den erwarteten Anteil elektrifizierter Fahrzeuge - also E-Autos und Plug-in-Hybrid-Modelle - für 2025 auf 50 Prozent.

Ab 2025 sollen drei Elektro-Fahrzeugarchitekturen für Kompaktmodelle, Oberklasse und Vans in die Produktion kommen. Ab dann werde es nur noch neue rein elektrische Plattformen geben. Daimler legt sich damit nicht so fest wie Volkswagen und Audi, die bis Anfang der 30er Jahre Verbrennermodelle ausmustern wollen.

Daimler will weltweit Gigafabriken für Batteriezellen bauen

Von 2022 bis 2030 sollen mehr als 40 Milliarden Euro Investitionen in Batteriefahrzeuge gesteckt werden. Unter anderem in acht Gigafabriken für Batteriezellen weltweit, die Daimler aber nicht alleine, sondern mit nicht genannten Partnern aufbauen will. Die Investitionen in Verbrennerautos und Plug-in-Hybride sollen bis 2026 um 80 Prozent im Vergleich zu 2019 sinken.

Die Renditeziele von Herbst 2020 bestätigte Källenius trotz des schnelleren Umschwungs zu anfangs noch unprofitableren Elektroautos. Demnach soll in normalen Zeiten eine operative Marge in niedriger bis mittlerer einstelliger Prozenthöhe, in guten Zeiten eine zweistellige Marge erreicht werden.

Strohgäu Leonberg Rutesheim Weil der Stadt Renningen Weissach Enzkreis-Gemeinden

Sonderthemen