Streetfood-Festival in Leonberg Essen verbindet – und belebt die Altstadt

Von
Das Streetfood-Festival zieht die Menschen in die Altstadt. Foto: factum/Simon Granville

Leonberg - Wie das duftet! Schon von Weitem steigt einem der wohlige Duft von Essen in die Nase und der Bauch fängt an, zu grummeln. Trotz des schlechten Wetters, sind viele Menschen da – fröhlich sitzen sie zusammen und futtern, bis der Bauch fast platzt. Neuankömmlinge recken neugierig die Köpfe nach oben und laufen wissbegierig von Stand zu Stand. Unschlüssig bleiben viele plötzlich stehen – hin - und hergerissen, wofür sie sich entscheiden sollen.

Zum ersten Mal fand am Wochenende das Streetfood-Festival auf dem Leonberger Marktplatz statt. Für jeden Geschmack ist etwas dabei, denn mit Pulled Pork, spanischen Churros, elsässischen Flammkuchen, indischen Köstlichkeiten, italienischer Pasta und Fleischspießen sind die Auswahlmöglichkeiten sehr groß. Insgesamt 17 Foodtrucks verwöhnen die Besucher mit internationalen Spezialitäten und bringen den einen oder anderen dazu, mal etwas Neues auszuprobieren. Dazu gibt es gemütliche Sitzbereiche, eine Hüpfburg für Kinder und Live-Musik – die Besucher sind also rundum versorgt.

„Die Leute stehen drauf“

Ein dominanter, rauchiger Fleischgeruch lockt in die Mitte des Marktes. Urheber ist der Stand „Die Spiesser“, bei dem Fleischspieße aus Schwein oder Pute gegrillt und mit verschiedenen Soßen angeboten werden. „Am besten ist unsere mediterrane Soße. Die entstammt einem Rezept, das wir selber entwickelt haben und schmeckt einfach super“, sagt Maximilian Hillder stolz. Er ist seit drei Jahren bei Streetfood-Festivals dabei und hat schon viel Erfahrung gesammelt. „Ich finde es toll, dass man durch die Festivals so viel rumkommt. Ich habe dadurch schon so viele neue Städte kennengelernt. Es ist wie eine große Reise durch ganz Deutschland“, erzählt er lächelnd. „Wir kommen eigentlich aus Nordrhein-Westfalen. Doch es ist egal, ob wir unser Essen hier oder dort verkaufen. Die Leute stehen drauf.“

Einen Stand weiter gibt es die nächste Köstlichkeit zu entdecken. „Bei mir gibt es einzigartige, frische und super leckere Baumstriezel“, sagt Zoltán Urbán. Der gebürtige Ungar ist schon seit vielen Jahren mit seinem Food-Truck unterwegs und ist bedingungslos von seinem Süßwarengebäck überzeugt. „Bei diesem kalten Wetter macht es richtig Spaß, meine warmen Baumstriezel zu verkaufen. Denn dieses Gebäck hat Suchtpotenzial und jeder, den ich probieren lasse, will gleich mehrere Packungen kaufen“, erzählt er.

„Es macht immer wieder Spaß, auf solche Veranstaltungen zu gehen“, sagt Hans-Ulrich Augsten. Der Rentner war schon auf vielen Streetfood-Festivals und probiert immer wieder etwas Neues aus. „Heute habe ich mir einen Big Beef Burger geholt. Der ist wirklich sehr lecker!“, sagt er lächelnd. Zufrieden schluckt er den letzten Bissen runter. „Ich finde, dass der Marktplatz heute wirklich belebt ist. Ansonsten ist hier ja immer tote Hose“, sagt Augsten. Nachdenklich fügt er hinzu: „Früher war hier immer mehr los. Aber damals standen hier auch noch Autos und der Platz war irgendwie dynamischer.“

Der Marktplatz ist belebt

In jedem Fall hat dass Streetfood-Festival den Leonberger Marktplatz übers Wochenende belebt. Was nicht wirklich verwunderlich ist – denn nicht umsonst sagt man: „Ein gutes Essen bringt gute Leute zusammen.“ Trotz der kalten Temperaturen probieren die Besucher begeistert neue Leckereien aus und verlassen den Marktplatz mit einem wohlig warmen Gefühl in der Magengrube.

„Ein bisschen mehr hätte aber durchaus noch los sein dürfen“, zieht einer der Standbetreiber am Sonntag Bilanz. Er tourt mit seinem Food-Truck durch die ganze Republik, solche Festivals sind eine wichtige Einnahmequelle für ihn. Dass das Leonberger Streetfood-Festival ausgerechnet in die Wasen-Zeit falle, habe er nicht gewusst. „Das hat uns niemand von der Stadt gesagt. Das hält uns natürlich Besucher fern.“

Fotostrecke
Artikel bewerten
19
loading
Strohgäu Leonberg Rutesheim Weil der Stadt Renningen Weissach Enzkreis-Gemeinden

Sonderthemen