St. Raphael in Rutesheim Ein Adventsverkauf der etwas anderen Art

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Wegen Corona ist ein Verkauf nur im Freien möglich – mit Maskenpflicht auf dem Gelände. Foto: factum/Jürgen Bach

Rutesheim - Seit 30 Jahren organisiert Helga Klein den Adventsbasar des Handarbeitskreises im Gemeindehaus der Katholischen Kirchengemeinde Rutesheim. Der Handarbeitskreis von St. Raphael besteht seit April 1984. In fröhlicher Runde wird einmal die Woche gebastelt, gestrickt und gehäkelt. Verkauft werden die Erzeugnisse in der Vorweihnachtszeit normalerweise im gemütlichen Rahmen im Gemeindehaus mit Mittagessen und Kaffee und Kuchen. Doch dieses Jahr ist alles anders.

Aufgrund der Corona-Pandemie ist es nicht möglich, die Veranstaltung in den Innenräumen durchzuführen. Dieses Mal gibt es nur einen Adventsverkauf im Freien, mit Hygienekonzept, dafür gleich an zwei Sonntagen. Der zweite Termin ist am 1. Advent. Eine Bewirtung ist allerdings nicht gestattet, gemeinsames Mittagessen und Kaffeekränzchen müssen ausfallen.

Die vier Stände sind mit ausreichend Abstand vor der Kirche platziert, auf dem Boden sind Abstandsmarkierungen angebracht, es besteht Maskenpflicht auf dem Gelände. Dennoch sind zahlreiche Besucher gekommen, um die Kirchgemeinde und den guten Zweck zu unterstützen. Denn der Erlös wird traditionell gespendet für die Aktion Lichtblicke der Leonberger Kreiszeitung, das Hospiz, die Leonberger Tafel, die Kinderkrebsstation des „Olgäle“ und ein Kinderheim in Tansania. Rund 2 500 Euro sind in den vergangenen Jahren jeweils zusammengekommen. Ob dieser Betrag unter Corona-Bedingungen auch in diesem Jahr erreicht wird, bleibt abzuwarten.

Zweiter Termin am 1. Advent

Nina Arnold aus Perouse ist mit ihren drei Mädchen gekommen, um den guten Zweck zu unterstützen – und sie haben reichlich eingekauft: Kuchen für den Nachmittagskaffee und Weihnachtsdekoration, die passend zur Lieblingsfarbe ihrer Mädchen in rosa gehalten ist: Die Kleinste trägt die großen Adventskranz mit den vier hellrosa Kerzen, es gibt mehrere selbstgebastelte Engel für den Weihnachtsbaum und eine Mini-Krippe in einer Buddha-Nussschale, die später auf dem Schreibtisch stehen soll: „Wir finden die Sachen schön, alles ist selbstgemacht und noch dazu für einen guten Zweck“, sagt die Familie.

Die weißen Engel sind bei den Kunden besonders beliebt: Sie können als Christbaumschmuck verwendet werden. Sie reiten auf kleinen Holzsternen oder haben weiße Tüllröckchen an, einige haben Engelshaar, andere selbst gehäkelte weiße Mützen. Viel Mühe gibt sich das nur sechsköpfige Handarbeitsteam der Kirche auch mit den roten Wichteln, die auf Schlitten fahren, auf Sternen oder Tannenzapfen reiten. Viel Kreativität wird hier gezeigt. Außerdem gibt es handgestrickte Socken, Plätzchen, Konfitüren und selbstgemachte Kuchen zum Mitnehmen und zahlreiche Adventskränze, die alle selbst gebunden und dekoriert sind.

Da auch der Rutesheimer Adventsmarkt rund um das Rathaus coronabedingt abgesagt werden musste, auf dem das Team immer mit einem Stand vertreten war, verkaufen die Bastlerinnen ersatzweise ihre Arbeiten nochmals am nächsten Sonntag, 29. Dezember (1. Advent), ebenfalls wieder vor der Katholische Kirche Rutesheim in der Schubertstraße, von 11 bis 15 Uhr.

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