Sportlerehrung Weil der Stadt Die Sportler sind Botschafter für ihre Stadt

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Die E-Jugend-Kicker der Spvgg Weil der Stadt sind ganz wild darauf, die Urkunden aus der Hand von Bürgermeister Thilo Schreiber entgegennehmen zu können. Foto: Albert Kraushaar

Weil der Stadt - Im Foyer der Weil der Städter Aula haben schon die Würstchen für die Hot Dogs gedampft, im Saal selbst bog der Ehrungsmarathon auf die Zielgerade ein, dann endlich kam auch für die E-Jugendlichen der Spvgg Weil der Stadt der große Moment. Wie gebannt hatten die Augen der Nachwuchskicker an den Lippen von Jürgen Brändle gehangen, bis der Haupts-amtleiter die Jungs von Trainer Valentino Grimaudo für ihren ersten Platz in der Kreismeisterschafts-Feldrunde 2018 auf die Bühne rief.

Danach gab es kein Halten mehr. Voller Freude stürmten die Kids die Bühne. Die Begeisterung der Kleinen übertrug sich in den Saal, der kräftige Applaus beflügelte anschließend auch die etwas größeren Jungs der C und D-Jugend des TSV Merklingen, die nahezu komplett gekommen waren. Ein imponierendes Bild und gleichzeitig ein nachhaltiges „Ja“ zur Organisation dieser Veranstaltung.

Gegenseitiges Verständnis

Die Sportlerehrung in Weil der Stadt hat seit ihrer Premiere 1990 eine Tradition aufgebaut und dabei eine Verbindung vor allem der Breitensportler zur Verwaltung hergestellt. Beide Seiten bekommen auch die Probleme mit und können Verständnis für Wünsche und Nöte aufbauen.

Seit Jahren dabei sind Leichtathleten, Schwimmer, Turner, Tennis- und Tischtennisspieler bis hin zu den Reitern, Sportschützen und den Motorsportlern. Aber auch „Exoten“ wie Dieter und Manuela Höfs, die mit ihrem Pony-Vierspänner eine sehr aufwendige Sportart betreiben und unter anderem auf Platz drei bei den Deutschen Meisterschaften landeten, oder Alexander Raff (Modellflugverein Weil der Stadt), der es nicht nur zum Deutschen Meister Kunstflug in der Klasse D 3A-X, sondern auch zur Teilnahme an der Europameisterschaft (Rang vier) gebracht hat. „X steht für große Modelle“, erklärte der Modellflugzeug-Spezialist auf Nachfrage von Jürgen Brändle.

Der Dank gilt auch den Eltern und Funktionären

„Das ist nur die Spitze, insgesamt haben wir 130 Vereine und Einrichtungen in der Stadt“, erklärte der Bürgermeister Thilo Schreiber. Das Stadtoberhaupt hatte das Programm mit der Feststellung eröffnet, dass es bei insgesamt gemeldeten 69 Einzel- und 221 Mannschaftssportlern in zwölf Teams um den Sport und die sporttreibenden Vereine in der Keplerstadt gut bestellt sei. Dazu waren im Rahmen der Sportlerehrung noch 46 Trainer und Betreuer eingeladen. Ihnen, den Eltern, Funktionären und nicht zuletzt den Sportlehrern an den Schulen entbot Schreiber einen ganz besonderen Gruß und seinen Respekt für unzählige Stunden im Hintergrund, in denen die Basis für die Erfolge geschaffen wurde.

„Sie alle sind auch Botschafter für unsere Stadt“, erklärte Schreiber. Einen ganz besonderen Respekt forderte dem Stadtoberhaupt der Auftritt von Underground Soul Cypher aus Stuttgart ab. „Das war eine Klassevorstellung“, so Schreiber über den ersten Auftritt der fünf Hip-Hop-Tänzer bei einer Sportlehrehrung in der Kepler-stadt. Und Jürgen Brändle räumte ein: „Ich bin noch ganz atemlos vom Zuschauen.“ Angesichts der Dynamik und der akrobatischen Einlagen beschlichen Thilo Schreiber („Mal schauen wie ich auf die Bühne komme“) leichte Zweifel. „Sport sollte vor allem eines, in erster Linie Spaß machen“, gab das Stadtoberhaupt den Gästen mit auf den Weg.

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